Skip to main content.
21. Juni 2010

Frankfurt/M: Opel-Krise ohne Ende – Alternativen zu Co-Management und Standortnationalismus?

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Wolfgang Schaumberg von »Gegenwehr ohne Grenzen« (GoG),
unabhängige Betriebsgruppe bei Opel Bochum

Mittwoch 30. Juni um 19.30 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V.),
Kob
lenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte)

10 000 Arbeitsplätze weniger und rund 1,3 Mrd. Euro – das ist der Preis, den die Opel-Beschäftigten in den nächsten
fünf Jahren europaweit für die Opel-Sanierung zahlen sollen. Zwei Drittel der Beiträge tragen die MitarbeiterInnen
an den deutschen Standorten in Bochum, Eisenach, Kaiserslautern und Rüsselsheim. Der Betriebsrat wirft Opel-
Chef Reilly Entscheidungen nach Gutsherrenart vor. Allerdings haben Konzernbetriebnsrat und Gewerkschaft
während der Opel-Krise selbst nicht gerade eine gute Figur gemacht und sich mit ihren Verlautbarungen voll in den Dienst des Unternehmens gestellt.
»Gegenwehr, das müssen wir schon selber tun«, lautet ein zentrales Motto, mit dem die basisgewerkschaftliche Gruppe »Gegenwehr ohne Grenzen« (GoG) bei Opel-Bochum seit 38 Jahren mit ihrem kämpferischen Kurs keinen Konflikt mit dem Management und der Gewerkschaftsbürokratie scheut. Die GoG organisiert sich gegen Standortnationalismus und Verzichtslogik. Ein großer Teil der Belegschaft, die mit Verzicht auf Lohnerhöhungen und Kurzarbeit schon lange für die Krise zahlt, folgt momentan mit der Faust in der Tasche dieser Standortlogik. Wie lange noch? Je weniger die Bochumer Opel-Belegschaft ihre Forderungen an eine »Opel-Rettung« knüpft, je mehr also ein Überleben auch ohne Opel gefordert wird, zusammen mit den anderen Krisenopfern, desto größer ist die Chance, dass eine breite betriebs- und branchenübergreifende Protestbewegung der Lohnabhängigen entsteht.

Wolfgang Schaumberg wird die Analyse der Gruppe zur Krise in der Automobilindustrie und den Perspektiven
einer klassenkämpferischen und antikapitalistischen Betriebslinken darstellen. In diesem Zusammenhang wird
auch eine Bilanz der betrieblichen und sozialen Auseinandersetzungen der letzten Jahre, etwa des »wilden Streiks«
2004 im Bochumer Opelwerk und die kritische Betrachtung der Rolle der Gewerkschaften eine Rolle spielen. Wir
freuen uns auf eine spannende und kontroverse Diskussion.

VeranstalterInnen: IWW Frankfurt/M  in Kooperation mit express - zeitung für sozialistische betriebs- und gewerkschaftspolitik

19. April 2010

Eurest: IWW-Mitglied im Gesamtbetriebsrat

Der Frankfurter Kollege Harald Stubbe wurde wieder gewählt - den Intrigen der NGG zum Trotz / Schwacher Tarif-Abschluss von lediglich 2 % schürt Unzufriedenheit

Am 13. April 2010 fand die Regionalwahl zum Eurest-Gesamtbetriebsrat (GBR) in der Region Mitte statt. 6 KandidatInnen waren zu wählen. Kritische KollegInnen hatten mit einem Flugblatt dafür geworben, den IWW-Kollegen Harald Stubbe sowie drei andere Kandidaten zu wählen, teilweise IWW Mitglieder, teilweise in der NGG. Alle drei sind Kollegen, die sich für die MitarbeiterInnen einsetzen und nicht nur schönreden.

Dass die Eurest-Beschäftigten unzufrieden sind, hatte sich schon bei Gesprächen vor der Wahl gezeigt. Vor allem waren sie enttäucht dass die NGG, nachdem so viele vor der Hauptverwaltung von Eurest demonstriert hatten, bei den diesjährigen Tarifverhandlungen eine Lohnsteigerung von 2% abgeschlossen hat. Da es voriges Jahr nichts gegeben hatte und der Tarifvertrag bis ins nächste Jahr läuft, bedeutet dies eine effektive Lohnsteigerung von unter  einem Prozent. Und das, obwohl die Geschäfte für Eurest glänzend laufen. Den gesamten Beitrag lesen »

17. April 2010

Eurest-Ford-Proteste im Industrial Worker

Der Eurest-Ford-Aktionstag findet seinen Widerhall in der Zeitung der IWW

Der Industrial Worker ist die offizielle Zeitung der IWW. Er erscheint seit 1905 in englischer Sprache. In der Ausgabe Nr. 1724 (hier als pdf zum Download) ist der Aktionstag auf der Titelseite gelandet, den das Küchenkomitee Cologne mit Unterstützung der IWW und anderer Gruppen am 8. Februar 2010 in Köln, Saarlouis, Frankfurt a.M., London und New York durchgeführt hat. Es ging um skandalöse Arbeitsbedingungen, Mobbing und Betriebsrats-Bashing in der Kantine des Ford-Entwicklungswers in Köln-Merkenich.

22. März 2010

Das ist neu: Auch die NGG demonstriert gegen Eurest

150 ArbeiterInnen protestieren vor Zentrale der Compass Group in Eschborn / IWW mit dabei

ngg-demo-vor-eurest.jpg

Am Dienstag dem 16. März 2010 gab es die erste Demonstration in der Geschichte von Eurest in Deutschland. Die DGB-Gewerkschaft Nahrungsmittel Gaststätten Genuss (NGG) hatte aufgerufen,  nachdem sie alle Vorschläge in diese Richtung vor zwei Jahren noch als absurd abgetan hatte. Wer jedoch erwartete, dass von der Mainstream-Gewerkschaft auch die nicht selten skandalösen Arbeitsbedingungen in Eurest-Kantinen thematisiert wurden, sah sich enttäuscht. Es ging lediglich um Lohnfragen. Aber auch die sind wichtig: Eurest hatte der NGG in den laufenden Tarifverhandlungen eine Nullrunde angeboten. Die IWW Frankfurt wertet alles unter 4 % als inakzeptabel.

Es kamen mit ca. 150 ArbeiterInnen mehr als alle erwartet hatten, was als Zeichen dafür gewertet werden kann, wie groß der Frust sein muss. Natürlich war auch die IWW dabei. Obwohl uns Vertreter der NGG verbieten wollten, unsere Flugblätter zu verteilen und gar damit drohten, uns von der Polizei entfernen zu lassen, waren diese ruck zuck weg. Von den KollegInnen wurde unsere Präsenz gut aufgenommen.

Der Text des IWW Flugblatts:

Den gesamten Beitrag lesen »

10. Februar 2010

Update: Eurest-Ford - Aktionen in London, Köln, Saarlouis, Frankfurt, New York

Übersicht der bisherigen Proteste / Schickt Emails an Ford!

Soeben erreichte uns die Nachricht, dass sich auch die IWW London mit einer Protestaktion an der Universtätsklinik (University College Hospital) beteiligt hat (Bericht und Foto siehe unten).

Ford Montagehalle Köln Niehl Taunus 1948“Ford Deutschland produziert sein 40millionstes Auto!” - so oder so ähnlich lauteten die Schlagzeilen am 5. Februar 2010, als ein silberner Ford Fiesta in Köln vom Band lief. Der deutsche Wirtschaftminister Brüderle (FDP) sprach bei einer Feierstunde in der Montagehalle des Kölner Stammwerks von einem “herausragenden Unternehmenserfolg”.

Köln ist nach Worten von Ford-Europa-Chef John Fleming zum größten Produktions- und Entwicklungsstandort des Unternehmens außerhalb der USA geworden. Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes sagte: „Unsere Werke zählen zu den produktivsten Fertigungen der gesamten europäischen Automobilindustrie.“ (Das nebenstehende Bild zeigt übrigens den Stapellauf des ersten Ford Taunus in Köln-Niehl im Jahr 1948)

Worüber Manager und Politiker nicht gerne reden, sind die Themen Niedriglohn und Leiharbeit bei Ford sowie die Auslagerung von Unternehmensteilen an Sub-Unternehmer wie den Catering-Riesen Eurest, der für seine Ausbeuter-Methoden verschrien ist.

Hier einen Fortschritt zu erzielen, hat sich ein neu gegründetes Küchen-Komitee Cologne vorgenommen, an dem sich auch die IWW Ortsgruppe Köln beteiligt.

Schickt eine Protest-Email an Ford! Eurest-Verträge sofort kündigen!

Deutsch: http://www.wobblies.de/?p=480
English: http://www.wobblies.de/?p=481

1. Eurest-Ford-Aktionstag, 8. Februar 2010 - ÜBERSICHT DER BISHERIGEN AKTIONEN:   Den gesamten Beitrag lesen »

« ältere Beiträge....