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	<title>IWW - Industrial Workers of the World / Industrie Arbeiter_innen der Welt - internationale Gewerkschaft für alle Berufe</title>
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	<description>wobblies / kämpfende Gewerkschaft / seit 1905</description>
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		<title>1. Mai in Rostock aus IWW Sicht</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 07:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bremen01</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sp&#228;ten Mittag des 1.Mai versammelten sich bei sonnigem Wetter zahlreiche Menschen am Matrosendenkmal in Rostock, um an einer von IWW-Rostock, Antifa Rostock und Defiant Greifswald initiierten Veranstaltung teilzunehmen. Auch zahlreiche Teilnehmer_Innen des vorangegangenen b&#252;rgerlich ausgerichteten Maifestes des DGB, f&#252;hlten sich von den dort verteilten Aufrufen zur Teilnahme an der antikapitalistischen Demonstration an diesem Tag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><strong><img class="alignleft" src="http://iww-rostock.net/files/2013/05/art-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></strong></p>
<p>Am Sp&#228;ten Mittag des 1.Mai versammelten sich bei sonnigem Wetter  zahlreiche Menschen am Matrosendenkmal in Rostock, um an einer von  IWW-Rostock, Antifa Rostock und Defiant Greifswald initiierten  Veranstaltung teilzunehmen. <span id="more-2250"></span>Auch zahlreiche Teilnehmer_Innen des  vorangegangenen b&#252;rgerlich ausgerichteten Maifestes des DGB, f&#252;hlten  sich von den dort verteilten Aufrufen zur Teilnahme an der  antikapitalistischen Demonstration an diesem Tag angesprochen und  beteiligten sich zahlreich. F&#252;r kurze Aufregung sorgten anfangs auf  einem Motorboot auftgetauchte Neonazis, welche versuchten die Menschen  auf dem Auftaktkundgebungsort aubzufotografieren. Diese verschwanden  jedoch so schnell sie kamen und auch der weitere Tag verblieb ohne  St&#246;rungen. Der Platz rund um das Monument, welches mit dem Aufstand der  Matrosen an den Beginn der Novemberrevolution von 1918 erinnert, f&#252;llte  sich bis zum Beginn der Demonstration auf 350 Menschen. Nach dem  Verlesen des Aufrufs, welcher die Notwendigkeit zur &#220;berwindung der  kapitalistischen Verwaltung unseres Lebens zum Ausdruck brachte, folgten  zwei Redebeitr&#228;ge, die unter anderem die Auswirkungen der  kapitalistischen Gesellschaft besonders zu Zeiten der Krise an  Beispielen rassistischer Hetze und institutionalisiertem Rassismus  aufzeigten, sowie zum Kampf gegen Staat und Kapital aufriefen.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://iww-rostock.net/files/2013/05/art1-300x185.jpg" alt="" width="300" height="185" />Nach  einer Stunde begann der Demonstrationszug &#252;ber das Werftdreieck durch  die KTV zu ziehen. Auf H&#246;he der Staatsanwaltschaft entbrannte  lautstarker Protest gegen die Kriminalisierung von zahlreichen Menschen,  welche sich um freien und unabh&#228;ngigen Zugang zu Bildung, Kultur und  allem Lebensnotwendigen bem&#252;hen und dabei immer wieder mit Repressionen  konfrontiert werden. Ein im weiteren Verlauf verlesener Redebeitrag  thematisierte die Verwertungslogik anhand der Problematik der  Gentrifizierung. Eine Stadtentwicklung m&#252;sse sich an den Bed&#252;rfnissen  der Bewohner_Innen orientieren und zudem Freir&#228;ume und Orte des  Experimentierens erm&#246;glichen, statt diese durch stetig steigende Kosten  zu verunm&#246;glichen oder auf politischer Ebene zu sabotieren, wie es am  Beispiel von Greifswald geschildert wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft" src="http://iww-rostock.net/files/2013/05/art2-300x157.jpg" alt="" width="300" height="157" />Die  Demonstration wuchs mittlerweile auf 450 Teilnehmer_Innen an und zog,  antikapitalistische Parolen skandierend, durch die Innenstadt. In der  Kr&#246;peliner Stra&#223;e, der Rostocker Einkaufsmeile, machten die  Demonstrant_Innen den zahlreich flanierenden Menschen durch ihr  lautstarkes Auftreten deutlich, dass der 1. Mai in der Tradition eines  Kampftages steht. Das verteilen zahlreicher Flyer erg&#228;nzte dies  inhaltlich f&#252;r die au&#223;enstehenden Passant_Innen. Vor dem Rathaus, Symbol  der sowohl im Aufruf als auch in Redebeitr&#228;gen harsch kritisierten  Stadtpolitik, wurde daran erinnert, dass wir kaum mehr M&#246;glichkeiten  besitzen unser Leben unseren eigenen W&#252;nschen entsprechend selbst  auszugestalten. In Sicht- und H&#246;rweite des DGB-Geb&#228;udes fand schlie&#223;lich  die letzte Zwischenkundgebung statt. Hier wurden der Redebeitrag der  IWW und der eines Rostocker Genossen verlesen. Beide erg&#228;nzten sich  einander, indem der Begriff des Klassenantagonismus erl&#228;utert und Kritik  an der sogenannten Arbeiteraristokratie von sozialpartnerschaftlichen  Gewerkschaften und dem Verhalten einer identit&#228;ren Linken ge&#252;bt wurde.  Es wurde die Notwendigkeit einer durch die Proletarisierten selbstt&#228;tig  organisierten gewerkschaftlichen Praxis aufgezeigt, die ein Werkzeug der  eigenen M&#252;ndigkeit f&#252;r eine echte antikapitalistische und  emanzipatorische Bewegung darstellen kann. Es wurde klargestellt, dass  linksradikale Arbeit kein Steigb&#252;gelhalter f&#252;r den DGB sein kann und  dass f&#252;r eine radikale Auseinandersetzung mit den bestehenden  Verh&#228;ltnissen auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den  Gesetzm&#228;&#223;igkeiten der kapitalistischen Gesellschaftsformation  unabdingbar ist. Die Demonstration endete schlie&#223;lich am Hauptbahnhof.  Auf dem letzten Teil der Route wurde noch einmal deutlich gemacht, dass  es kein Entgegenkommen gegen&#252;ber Staat, Nation und Kapital geben darf.  Vor dem offiziellen Ende der Veranstaltung wurde noch einmal kurz auf  den Naziaufmarsch am 8. Mai, zum Tag der Befreiung vom  Nationalsozialismus, in Demmin aufmerksam gemacht und dazu aufgefordert  diesen zu verhindern.</p>
<p><strong>Bedeutung dieses 1. Mai</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="http://iww-rostock.net/files/2013/05/art4.jpg" alt="" width="200" height="266" />Um  eigene Inhalte auf die Stra&#223;e tragen zu k&#246;nnen und eine k&#228;mpferische  Alternative zum Volksfestcharakter der DGB Demonstration zu schaffen,  entschlossen wir uns zu einer eigenen antikapitalistischen Demonstration  zum 1. Mai. Wir bekamen hierdurch die M&#246;glichkeit, vor einem breiten  Publikum Kritik an den bestehenden &#246;konomischen und gesellschaftlichen  Verh&#228;ltnissen zu artikulieren. Die Beteiligung zahlreicher  Teilnehmer_Innen der vorangegangenen DGB-Veranstaltung an unserer  antikapitalistischen Demonstration, sowie das Interesse zahlreicher  Passant_Innen, best&#228;tigt uns darin, auch au&#223;erhalb der Linken,  Proletarisierte mit unseren Inhalten erreicht zu haben. Wir danken  Defiant Greifswald und Antifa-Rostock f&#252;r die gute Zusammenarbeit,  welche diese Demonstration erm&#246;glichte. Vor allem danken wir allen  Teilnehmer_Innen, die so zahlreich erschienen sind und es somit  &#252;berhaupt erst erm&#246;glichten, einen kraftvollen Protest gegen die  kapitalistische Verwaltung unseres Lebens auf die Stra&#223;e zu tragen.   Indem wir zahlreiche Menschen aus den verschiedensten Bereichen der  Lohnarbeit an diesem Tag erreichen konnten, hoffen wir dar&#252;ber hinaus  mit unseren Inhalten auch l&#228;ngerfristig dazu beigetragen zu haben, die  Notwendigkeit der Organisierung im Bewusstsein der Proletarisierten zu  verfestigen und die eigene Lebenssituation als Ausdruck des  Produktionsprozess kritisch reflektieren zu k&#246;nnen.  Ohne das Potential  einer einzigen Demonstration &#252;berbewerten zu wollen, hoffen wir, dass  wir dazu beitragen konnten, den 1.Mai ein St&#252;ck weit aus seiner  ritualisierten Form befreit zu haben.  Alle Interessierten m&#246;chten wir  an dieser Stelle noch einmal auf die M&#246;glichkeit aufmerksam machen, die  IWW als eine Form der Organisierung der Lohnabh&#228;ngigen mitzutragen, zu  gestalten und zu nutzen. Um unsere Trennungen untereinander &#252;berwinden  zu k&#246;nnen und uns aus unserer Atomisierung im gesellschaftlichen Leben  ein St&#252;ck weiter befreien zu k&#246;nnen, bieten wir euch mit der IWW eine  Plattform des Austauschs und der Solidarit&#228;t im t&#228;glichen Kampf.</p>
<p>Anbei die Redebeitr&#228;ge:</p>
<p><a href="http://iww-rostock.net/files/2013/05/iww-redebeitrag.pdf" target="_blank">Redebeitrag IWW</a></p>
<p><a href="http://iww-rostock.net/files/2013/05/Revolution%C3%A4rer-1.3-.pdf" target="_blank">Redebeitrag eines Genossen</a></p>
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		<title>Aufrechter Gang</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 10:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bremen01</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[metall / automobil]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#252;berw&#228;ltigender Mehrheit haben die Mitglieder der IG Metall des Opel Werks in Bochum die Zustimmung zu ihrer eigenen bedingungslosen Kapitulation abgelehnt. Dies ist als Zeichen von Widerstandsgeist zu verstehen. Hut ab vor denen, die sich selbst dem von der eigenen Organisation, der IG Metall, ausgehandelten Abwicklungsplans widersetzen. Auch wenn die Metaller in Bochum keine]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#252;berw&#228;ltigender Mehrheit haben die Mitglieder der IG Metall des Opel Werks in Bochum die Zustimmung zu ihrer eigenen bedingungslosen Kapitulation abgelehnt. Dies ist als Zeichen von Widerstandsgeist zu verstehen. Hut ab vor denen, die sich selbst dem von der eigenen Organisation, der IG Metall, ausgehandelten Abwicklungsplans widersetzen. <span id="more-2243"></span><br />
Auch wenn die Metaller in Bochum keine Alternative haben sollten &#8211; sich nicht einfach so in die Ohnmacht der Kapitallogik ergeben ist ein Zeichen.<br />
Hintergrund ist die anhaltende Krise der Automobilindustrie in Europa. Dank unabl&#228;ssiger Steigerung der Produktivit&#228;t und technisch m&#246;glicher,  h&#246;herer Aussto&#223;mengen auf der einen und zunehmender Absatzprobleme in Folge der Verarmung vor allem in den s&#252;deurop&#228;ischen L&#228;ndern und eines sich ausbreitenden Niedriglohnsektors, z.B. in der Bundesrepublik, sinken die Verkaufszahlen f&#252;r PKW seit Jahren rapide. Einige PKW Werke sind nur zu 50 Prozent ausgelastet und einige Unternehmen machen Verluste in Milliardenh&#246;he, so auch Opel.<br />
Ford, Peugeot/Citroen, Renault und andere Hersteller haben bereits Werksschlie&#223;ungen und oder Massenentlassungen angek&#252;ndigt, Opel hat dies bereits vor zwei Jahren in Antwerpen vollzogen. Mit verringerter Kapazit&#228;t, Lohnsenkungen und massiver Ausweitung der Flexibilisierung, wollen die Autokonzerne wieder Profite erwirtschaften. In Spanien haben einige Gewerkschaften bei Neueinstellungen in den Renault Werken Lohneinbu&#223;en von 27 Prozent zugestimmt. Anschlie&#223;end hat Renault, mit diesem Senkungsergebnis im R&#252;cken die Arbeiter in Frankreich erpresst. Bei Fiat in Italien werden gegen den Widerstand einiger Gewerkschaften in Deutschland schon  praktizierte  Flexiregelungen durchgesetzt. Es dreht sich das Lohnsenkungs- und Schlie&#223;ungskarussel.   Bei BMW, Porsche und Daimler  sind Optimierungs- und Rationalisierungsma&#223;nahmen abgeschlossen bzw. in Arbeit, die erhebliche Lohnkosteneinsparungen m&#246;glich machen und die Arbeitsverdichtung erheblich steigern. Umsatzrenditen  von mindestens 10 Prozent ist das erkl&#228;rte Ziel der Aktion&#228;re.<br />
Die schon seit Jahren in den europ&#228;ischen Opel Werken praktizierte Reduzierung von Besch&#228;ftigten und Werksschlie&#223;ungen bedroht seit langem den Opel Standort in Bochum, aber auch Schichten, Betriebsteile und Abteilungen  in anderen Opel Werken.<br />
So sah sich die Betriebsratsspitze von Opel  um den Vorsitzenden Sch&#228;fer Klug (R&#252;sselsheim) und die IG Metall veranlasst, per Tarifvertrag angeblich das Schlimmste zu verh&#252;ten. Herausgekommen ist ein vom Vorstand der IG Metall, unter tatkr&#228;ftiger Mithilfe von Berthold Huber, abgenickter Tarifvertrag, der die weitgehende Stilllegung der Fertigung  in Bochum,  Lohnsenkungen  f&#252;r die Stammbelegschaften und die Auslagerung von Belegschaftsteilen zu erheblich geringeren Tarifl&#246;hnen vorsieht.<br />
Unterm Strich ein Profitoptimierungskonzept reinsten Wassers. Da hatte die IG Metall schon mal Besseres im Gep&#228;ck, etwa die 4 Tage Woche bei VW – ist aber schon lange her.<br />
Und der IG Metall-,  und Opel Vorstand haben denn auch heftig f&#252;r die Annahme des Verzichtstarifs gearbeitet. Die Passage im Tarifwerk, das Werk, welches nicht mitspielt ist sofort raus und es darf dann dort sofort gek&#252;ndigt werden, ist Spaltung und Erpressung in Einem.</p>
<p>Beeindruckend ist die Rolle der IG Metall. Einerseits stimmt sie jeglichem Profitoptimierungskonzept des Konzerns zu, &#252;bernimmt gleichzeitig die Durchsetzung des Konzepts gegen die eigenen Leute und   wird am Ende wahrscheinlich mit einer Transfergesellschaft aus dem eigenen Umfeld, die Abwicklung der Entlassenen &#252;bernehmen.<br />
Mehr willf&#228;hriger Erf&#252;llungsgehilfe f&#252;r Konzernstrategien durch Einsatz des eigenen Organisationsmonopols geht nicht.<br />
Den KollegInnen in Bochum ist zu ihrer Entscheidung zu gratulieren und ihnen sei geraten: vertraut auf die eigene Kraft; Huber Schild und Co. stehen auf der anderen Seite.</p>
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		<item>
		<title>IG Metall: 8 Euro f&#252;nfzig statt Equal Pay</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 07:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bremen01</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitskämpfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Leiharbeit: Chance f&#252;r gleichen Lohn ist jetzt da ! Zum 30.4. 2013 sind die Tarife f&#252;r die Leiharbeit durch die Tarifgemeinschaft der DGB Gewerkschaften k&#252;ndbar. Die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Leiharbeit enden mit ihrer Wirkung zum 30.10.2013. Und dann ? Es ergibt sich die Chance, dem Niedriglohn in der Leiharbeit ein Ende zu setzen. Hintergrund: Eigentlich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leiharbeit: Chance f&#252;r gleichen Lohn ist jetzt da !</p>
<p>Zum 30.4. 2013 sind die Tarife f&#252;r die Leiharbeit durch die Tarifgemeinschaft der DGB Gewerkschaften k&#252;ndbar. Die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Leiharbeit enden mit ihrer Wirkung zum 30.10.2013.</p>
<p>Und dann ? Es ergibt sich die Chance, dem Niedriglohn in der Leiharbeit ein Ende zu setzen.<br />
<span id="more-2238"></span></p>
<p>Hintergrund:</p>
<p>Eigentlich gilt nach dem Arbeitnehmer&#252;berlassungsgesetz (A&#220;G) der Grundsatz des gleichen Lohns und der Nebenbestimmungen wie Urlaub, Urlaubsgeld usw. f&#252;r alle LeiharbeiterInnen (Equal Pay). Dies bedeutet, jede/r LeiharbeiterInn m&#252;&#223;te zu den gleichen Bedingungen entlohnt und behandelt werden, wie die KollegInnen im Einsatzbetrieb.<br />
Allerdings enth&#228;lt das A&#220;G auch eine &#214;ffnungsklausel. Diese sieht vor, dass abweichend vom Gleichbehandlungsgrundsatz dann schlechter bezahlt werden kann, wenn es einen entsprechenden Tarifvertrag gibt. Diese Tarifvertr&#228;ge wurden zuletzt 2010 von der Tarifgemeinschaft der DGB Gewerkschaft f&#252;r die Leiharbeit mit den beiden Unternehmerverb&#228;nden der Leiharbeitsbranche, IGZ und BAP abgeschlossen. Danach verdienen LeiharbeiterInnen nur etwa 60 Prozent des Lohns der KollegInnen, die im Betrieb die gleiche Arbeit ausf&#252;hren.</p>
<p>Die DGB Gewerkschaften hatten lange argumentiert, sie seien zu diesen Tarifabschl&#252;ssen gen&#246;tigt worden, da ja die christlichen Gewerkschaften zuerst 2003 Tarifvertr&#228;ge abgeschlossen hatten und diese dann in den Verleihbetrieben herangezogen werden w&#252;rden, wenn die DGB Gewerkschaften selbst keine Tarife abschliessen w&#252;rden. Unterschiede in der Lohnh&#246;he zwischen DGB und „Christentarifen“ gab es bereits seit 2010 nicht mehr.</p>
<p>Diese Schutzbehauptung ist seit l&#228;ngerem entfallen. Zum einen hat das Bundesarbeitsgericht der christlichen Tarifgemeinschaft die Tariff&#228;higkeit entzogen und zum anderen hat der Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) am 5.Februar mitgeteilt, dass die Tarifvertr&#228;ge mit den christlichen Gewerkschaften zum 1. M&#228;rz 2013 nicht mehr zur Anwendung kommen und statt dessen seine Mitgliedsfirmen nur noch die DGB Vertr&#228;ge anwenden. </p>
<p>Branchentarife</p>
<p>In zahlreichen Branchen, Metallindustrie, Druck, Chemie, Eisenbahn u.a. gelten seit November 2012 sogenannte Branchentarifvertr&#228;ge. Diese sehen f&#252;r l&#228;ngerfristig eingesetzte LeiharbeiterInnen einen Zuschlag zun den Tarifl&#246;hnen der Leiharbeitsbranche vor. Diese Zuschl&#228;ge reichen in der Metallindustrie nach 9-monatiger Besch&#228;ftigung bis zu 50 Prozent des Stundenlohns, in anderen Branchen sind es dagegen nur 10 Prozent und in einigen F&#228;llen in h&#246;heren Lohngruppen 0 Prozent Aufschlag.</p>
<p>Diese Branchentarifvertr&#228;ge f&#252;hren jedoch bei weitem nicht zu einer gleichen Bezahlung wie das Arbeitsnehmer&#252;berlassungsgesetz dies eigentlich vorsieht. Durch diese Branchentarifvertr&#228;ge sind nur ca. 50 Prozent der Branchen erfasst in denen LeiharbeiterInnen zum Einsatz kommen. Zudem gelten sie nur f&#252;r LeiharbeiterInnen, die mindestens 6 Wochen am selben Arbeitsplatz eingesetzt sind. Kommt es zu einem neuen Einsatzort fangen die LeiharbeiterInnen wieder, ohne Branchenzuschlag, von vorne mit dem Grundlohn der Leiharbeitstarife von 8,19 Euro an.   </p>
<p>Die Branchentarife haben zwar etlichen LeiharbeiterInnen zu mehr Geld verholfen, sind jedoch noch immer weit vom Grundsatz des gleichen Lohns f&#252;r gleiche Arbeit entfernt. Somit haben sich die DGB Gewerkschaften mit ihren Branchentarifen bis 2017 an dieses System gebunden.</p>
<p>Chance f&#252;r gleichen Lohn ist m&#246;glich.</p>
<p>K&#228;me es jetzt zum 30.4.2013 zu einer K&#252;ndigung der Leiharbeitstarife und w&#252;rden die DGB Gewerkschaften erkl&#228;ren, dass sie nicht zur Verl&#228;ngerung der Tarife bereit sind, m&#252;sste absehbar, ab 1. November 2013 das Prinzip des gleichen Lohnes gelten. Schlie&#223;en die DGB Gewerkschaften, verbunden mit einer &#252;blichen Tarifforderung neue Tarife ab, wird der Niedriglohn in der Leiharbeit zementiert. Tarifvertr&#228;ge in der Leiharbeit sind somit nichts Gutes, im Gegenteil Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Leiharbeit sind seit 10 Jahren die Grundlage f&#252;r Lohndumping und Niedriglohn. </p>
<p>&#220;blicherweise haben Tarifvertr&#228;ge eine Nachwirkung wenn es nicht zeitnah zu einem neuen Tarifabschluss kommt. Dies ist bei den Leiharbeitstarifen, nach Meinung vieler Arbeitsrechtler,  nicht der Fall. Denn die Nachwirkung des alten Tarifvertrages konkurriert in diesem Fall mit einem Gesetz, dem A&#220;G, das niedrigere L&#246;hne nur dann zul&#228;sst, wenn ein Tarifvertrag gilt.</p>
<p>Auch f&#252;r den Fall, dass die Leiharbeitsfirmen dies anders sehen, st&#252;nde jeder LeiharbeiterInn der Weg zu den Arbeitsgerichten offen, um den h&#246;heren Lohn im Einsatzbetrieb einzuklagen.</p>
<p>Bisherige Chancen, das Tarifunwesen in der Leiharbeit zu beenden, haben die DGB Gewerkschaften nicht genutzt. Diese M&#246;glichkeiten bestanden bereits 2003 und 2010. Dort haben die DGB Gewerkschaften abgeschlossen bzw. bestehende Tarife verl&#228;ngert und damit den Niedriglohn in der Leiharbeit verfestigt.  </p>
<p>Damit die DGB Gewerkschaften dies jetzt nicht wieder tun, gibt es zahlreiche Initiativen durch Unterschriftensammlungen und Onlinemails den Druck zu erh&#246;hen, aus dem Tarifvertragssystem der Leiharbeit auszusteigen.</p>
<p>Nutzt diese M&#246;glichkeiten den Druck auf die Gewerkschaftsvorst&#228;nde zu erh&#246;hen, damit sie keine neuen Leiharbeitstarife abschlie&#223;en. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass die DGB Gewerkschaften aus dem Tarifvertragssystem der Leiharbeit aussteigen. Bisher haben sie immer, z.B. auch durch Flexibilisierungstarife und Betriebsvereinbarungen, darauf geachtet, dass den Unternehmen am Standort Deutschland gen&#252;gend Niedriglohnpotential zur Verf&#252;gung stand und alle M&#246;glichkeiten der  Flexibilisierung von den Unternehmen ausgenutzt werden konnten. </p>
<p>Es ist m&#246;glich aus diesem Niedriglohnsystem der Leiharbeit auszusteigen und zumindest einen Teil der Armutsl&#246;hne zu beseitigen. </p>
<p>IG Metall fordert 8,50 Euro – Armutslohn – statt Equal Pay !! </p>
<p>Ohne gro&#223;e Ank&#252;ndigung haben am 14. M&#228;rz schon erste Tarifgespr&#228;che der DGB Gewerkschaften mit den Unternehmerverb&#228;nden der Leiharbeit begonnen. Die IG Metall hat ihre Position umrissen. Verhandlungsf&#252;hrer Stefan Schaumburg, lie&#223; auf der IG Metall Webseite verlauten: „Mindestens ein Entgelt von 8,50 Euro, also das, was wir auch f&#252;r den gesetzlichen Mindestlohn fordern.“</p>
<p>Toll: Dies entspr&#228;che einer Tariferh&#246;hung von 3,8 Prozent und ist in der Regel, sowohl f&#252;r Alleinstehende mit Steuerklasse I, als auch f&#252;r Menschen, die noch weitere Familienangeh&#246;rige mit durchbringen m&#252;ssen, unterhalb der Hartz IV Grenze.  </p>
<p>Kommt diese Position der IG Metall zur Durchsetzung, k&#246;nnte jede LeiharbeiterInn zu Recht feststellen: Die IG Metall hat mich um einen h&#246;heren Lohn gebracht. </p>
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		<title>Besetzt den Arbeitsplatz: Solidarit&#228;t mit den Vio-Me Arbeiter_innen</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Feb 2013 16:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cgn01</dc:creator>
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		<category><![CDATA[arbeitskämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Bau]]></category>
		<category><![CDATA[globales]]></category>
		<category><![CDATA[IWW-news]]></category>
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		<description><![CDATA[Fabrik in Thessaloniki, Griechenland besetzt und selbstverwaltet organisiert Das Internationale Solidarit&#228;tskomitee (ISC) der Industriearbeiter_innen der Welt (IWW) begl&#252;ckw&#252;nscht die Arbeiter_innen von Viomichaniki Metaleftiki (Baustoff-Industrie), welche die Kontrolle &#252;ber ihren eigenen Betrieb &#252;bernommen haben und nach nun mehr als zwanzig monatiger Besetzung angefangen haben, den Betrieb selbstverwaltet weiterzuf&#252;hren. Nach dem Kampf um ausstehende L&#246;hne seit Mai]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Fabrik in Thessaloniki, Griechenland besetzt und selbstverwaltet organisiert</h3>
<p>Das Internationale Solidarit&#228;tskomitee (ISC) der Industriearbeiter_innen der Welt (IWW) begl&#252;ckw&#252;nscht die Arbeiter_innen von Viomichaniki Metaleftiki (Baustoff-Industrie), welche die Kontrolle &#252;ber ihren eigenen Betrieb &#252;bernommen haben und nach nun mehr als zwanzig monatiger Besetzung angefangen haben, den Betrieb selbstverwaltet weiterzuf&#252;hren. <span id="more-2228"></span></p>
<p>Nach dem Kampf um ausstehende L&#246;hne seit Mai 2011, haben die Arbeiter w&#228;hrend einer basisdemokratischen Vollversammlung entschieden, die Produktion kollektiv ohne die Chefs zu organisieren. Sie haben die Operation der Fabrik wieder aufgenommen und<br />
zudem den Wechsel der Produktion hinzu Baumaterialen, die nicht giftig oder umweltgef&#228;hrdend sind, vollzogen. Das Internationale Solidarit&#228;tskomitee der IWW versichert seine volle Unterst&#252;tzung f&#252;r diese Entscheidung.</p>
<p>W&#228;hrend die Welt immer weiter in eine &#246;konomische als auch &#246;kologische Krise ger&#228;t, haben uns die Arbeiterinnen bei Vio.Me gezeigt wie es weiter voran geht. Anstatt darauf zu vertrauen, dass der Staat die Arbeitslosigkeit verringert, anstatt ihre Hoffnungen in die H&#228;nde des kapitalistischen Rechtssystems oder der Staatsb&#252;rokratie zu geben,<br />
haben die Arbeiter_innen von Vio.Me entschieden, den Betrieb zu &#252;bernehmen und ihn selbst zu f&#252;hren. Die Vio.Me Arbeiter_innen geben uns ein gl&#228;nzendes Beispiel daf&#252;r was Arbeiter_innenmacht bedeuten kann und zeigen uns allen damit den Weg auf im Kampf gegen den weltweiten Kapitalismus. Es liegt nun an uns selbst, diesen Kampf fortzusetzen.</p>
<p>Lasst dies nur eine von Millionen Betriebs&#252;bernahmen werden, welche &#252;ber Griechenland hinaus in die ganze Welt ausstrahlen.</p>
<p>Die IWW sieht sich der Basis verpflichtet; globaler Widerstand gegen die kapitalistische Klasse. Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten umso eine Bewegung auf die Beine zu stellen, die die Kapitalist_innen besiegt und ein neue, weltweite Kontrolle der Produktionsmittel durch die Arbeitenden, sowie eine radikaldemokratische Wirtschaftsform schaffen kann.</p>
<p>Wir begr&#252;&#223;en die &#220;bernahme der Vio.Me Fabrik als einen Schritt in die richtige Richtung, und geloben unsere Solidarit&#228;t und Hingabe allen Arbeiter_innen, die uns im Kampf f&#252;r die Emanzipation der Arbeiter_innenklasse zur Seite stehen. F&#252;r eine Welt ohne Bosse!</p>
<p><em>Internationale Solidarit&#228;tskommission der IWW</em></p>
<p><strong>Mehr lesen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.viome.org/p/deutsch.html">Website der vio-me-Fabrik</a> mit vielen Berichten und Interviews auch auf deutsch</li>
<li><a href="http://www.labournet.de/internationales/griechenland/arbeitskaempfe-griechenland/metalleutiki/?cat=6996">umfangreiches Dossier zu Vio-Me</a> auf Labournet</li>
</ul>
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		<title>Transfergesellschaften: &#196;rztlicher Dienst am Krankenbett&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 12:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bremen01</dc:creator>
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		<category><![CDATA[arbeitslosigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[kapital und arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;des nationalen Kapitals. Unter tatkr&#228;ftiger Mithilfe von DGB-Gewerkschaften Sie werden mitunter auch von der kritischen &#214;ffentlichkeit lauthals gefordert, zuletzt bei der Schlecker-Pleite: Die so genannten &#8220;Tranfergesellschaften&#8221;. Was hat es damit wirklich auf sich? Ein Blick auf ein Gesch&#228;ft mit Milliardenumsatz, an dem DGB-Gewerkschaften und ihr Personal an vorderster Front verdienen. Der Nutzen f&#252;r die Unternehmer:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8230;des nationalen Kapitals. Unter tatkr&#228;ftiger Mithilfe von DGB-Gewerkschaften</h3>
<p><em>Sie werden mitunter auch von der kritischen &#214;ffentlichkeit lauthals gefordert, zuletzt bei der Schlecker-Pleite: Die so genannten &#8220;Tranfergesellschaften&#8221;. Was hat es damit wirklich auf sich? Ein Blick auf ein Gesch&#228;ft mit Milliardenumsatz, an dem DGB-Gewerkschaften und ihr Personal an vorderster Front verdienen. Der Nutzen f&#252;r die Unternehmer: Ger&#228;uschlose Abwicklung, weniger Abfindung, keine kollektiven Proteste. Und f&#252;r die Arbeiter_innen: Ein Jahr l&#228;nger kein Hartz IV. Die Transfergesellschaften sind ein weiterer Baustein bei der Beantwortung der Frage: Warum ist es so still in diesem Land?</em></p>
<p>Die kapitalistischen Produktionsverh&#228;ltnisse und die aus der Konkurrenz resultierende Notwendigkeit die Produktionsanlagen st&#228;ndig zu modernisieren (Rationalisierung), unprofitable Betriebsteile abzusto&#223;en und oder zu schlie&#223;en, sowie bei regelm&#228;&#223;ig wiederkehrenden Krisen Teile von Belegschaften auszusortieren, f&#252;hren laufend zur Vernichtung von Produktionsanlagen und damit auch zur Streichung der damit verbundenen Arbeitspl&#228;tze.<span id="more-2219"></span></p>
<p>Arbeitspl&#228;tze und vor allem der daraus erzielte Lohn sind jedoch die einzige Existenzsicherungsquelle der Arbeiterinnen und Arbeiter. Bei Massenentlassungen, Betriebsschlie&#223;ungen usw. setzt sich folglich die kapitalistische Logik, Profitsicherung (damit auch Existenzsicherung des Kapitalisten als Kapitalist) gegen die Existenzsicherung der ArbeiterInnen durch.<br />
Weltweit f&#252;hren solche Ank&#252;ndigungen der Streichung von Arbeitspl&#228;tzen zumeist in der Dimension der Schlie&#223;ung von Betrieben zu erheblichem Widerstand der Betroffenen der in ihrer Existenz bedrohten ArbeiterInnen. nicht selten, so sie nicht durch Polizei, Milit&#228;r oder verlockende Abfindungsangebote daran gehindert werden, kommt es zu Betriebsbesetzungen, Streiks, Demonstrationen usw. Diese k&#246;nnen auch Ausl&#246;ser f&#252;r politische Auseinandersetzungen gegen Staat und Kapital werden. In nicht wenigen F&#228;llen sind sie f&#252;r viele Beteiligte und BeobachterInnen, zumeist mit &#228;hnlicher Gef&#228;hrdungsstufe als Lohnabh&#228;ngige, auch ein Katalysator f&#252;r Einsichten in die Krisenhaftigkeit und die Funktionsweise kapitalistischer Produktionsverh&#228;ltnisse.</p>
<p>Da die Unternehmen jedoch bei Gefahr des eigenen Untergangs, nicht auf die Entlassungen verzichten k&#246;nnen sind sie gezwungen, diesen Abbau von Jobs so billig und so widerstandslos als m&#246;glich zu gestalten. In Deutschland geltende, urspr&#252;nglich von der Arbeiterbewegung erk&#228;mpfte, und von den Unternehmerverb&#228;nden daher heftig bek&#228;mpfte Regelungen f&#252;hren jedoch zu Risiken, die die billige und schnelle Abwicklung von Betrieben, Standorten und Betriebsteilen beeintr&#228;chtigen. Dies sind vor allem lange K&#252;ndigungsfristen f&#252;r langj&#228;hrig besch&#228;ftigte ArbeiterInnen und Abfindungsanspr&#252;che. Und nicht zuletzt k&#246;nnen Betriebsbesetzungen und Streiks den ungest&#246;rten profitablen Produktionsablauf erheblich st&#246;ren.</p>
<p><strong>Ein Mittel Entlassungen kalkulierbar zu machen</strong></p>
<p>Deshalb sind Mittel die Kosten von Entlassungen gering und &#252;berschaubar machen dringend gesucht. Als probates Mittel und in den letzten Jahren erfolgreich praktiziert, haben sich die „Transfergesellschaften“ (TfG) erwiesen. Die Einrichtung von Transfergesellschaften ist im SGB III (Gesetz zur Arbeitsf&#246;rderung und Arbeitslosengeld) in den § 110 ff gesetzlich normiert. Das entlassungswillige Unternehmen und der Betriebsrat einigen sich unter Einschaltung der Agentur f&#252;r Arbeit auf die Einrichtung einer Transfergesellschaft. Diese nimmt f&#252;r maximal ein Jahr die zur Entlassung vorgesehenen ArbeiterInnen auf und besch&#228;ftigt diese zu einem Lohn, der sich im Wesentlichen aus dem Transferkurzarbeitergeld (bezahlt von der Bundesagentur f&#252;r Arbeit in H&#246;he von 60 bzw. 67 Prozent des letzten Lohnes) und einem Aufstockungsbetrag des Unternehmens zusammensetzt. Im Durchschnitt betr&#228;gt der Lohn ca. 80 Prozent des letzten Einkommens.</p>
<p>Eventuell ausgehandelte Abfindungen aus einem Sozialplan gehen in den Etat der Transfergesellschaft ein, die hieraus die nicht durch Transferkurzarbeitergeld gedeckten Lohnkosten auszahlt. In dieser Transfergesellschaft sollen von den Betreibern Qualifizierungen und Hilfen zur Arbeitsplatzsuche angeboten werden. Hierzu zahlt die Bundesagentur Zusch&#252;sse an die Transfergesellschaft, die auch Pr&#228;mien f&#252;r die erfolgreiche Arbeitsvermittlung beinhaltet.</p>
<p><strong>Einziger Vorteil: Ein Jahr l&#228;nger kein Hartz IV</strong></p>
<p>In den Krisenjahren 2009/10 waren in Deutschland ca. 150 000 ArbeiterInnen in solchen Transfergesellschaften angestellt. Derzeit beginnt ein neuer Boom f&#252;r deren Betreibenden.<br />
Die in die Transfergesellschaft „&#252;bernommenen“ ArbeiterInnen beenden zu einem Stichtag „ihr“ Arbeitsverh&#228;ltnis mit dem Unternehmen und treten gleichzeitig in das „Arbeitsverh&#228;ltnis“ bei der Transfergesellschaft ein. Damit verzichten sie auf alle Rechtsanspr&#252;che gegen&#252;ber dem Unternehmen, z.B. auf K&#252;ndigungsschutz oder auf Abfindung zielende Klagen. Ihr einziger Vorteil der Besch&#228;ftigung bei der Transfergesellschaft besteht darin, dass sich ihr individueller Rechtsanspruch auf Arbeitslosengeld I um ein Jahr nach hinten verschiebt.<br />
Die offizielle Begr&#252;ndung in den Gesetzespassagen des SGB III f&#252;r die Transfergesellschaften unterstellen eine hohe Weitervermittlung in Arbeit, zum Teil nach vorheriger Qualifikation und Bewerbungshilfe. Dem scheint jedoch nicht so zu sein. Eine Untersuchung des Instituts zur Zukunft der Arbeit, IZA, kam zu dem Schluss, dass die Vermittlungsquoten aus Transfergesellschaften in neue Arbeitsverh&#228;ltnisse keineswegs h&#246;her sind als die Vermittlungsbem&#252;hungen f&#252;r die normalen Erwerbslosen durch die Bundesagentur f&#252;r Arbeit.</p>
<p><strong>Die so genannte Qualifizierung</strong></p>
<p>Das Qualifizierungsprogramm in den Transfergesellschaften &#228;hnelt weitgehend dem Ma&#223;nahmenangebot f&#252;r „normale“ Erwerbslose. Bewerbungstrainings, Simulation von Vorstellungsgespr&#228;chen, Jobrecherche im Internet, Word-&#220;bungen und das Anmalen von Ausmalbildern. Und nat&#252;rlich sind auch kr&#246;nende Ausbildungen wie Staplerfahrerscheine und die Eignungsnachweise f&#252;r das Sicherheitsgewerbe dabei.<br />
Schlie&#223;lich sind es die gleichen Tr&#228;ger, mit zum Teil dem gleichen Personal, die sowohl die Hartz IV Empf&#228;ngerInnen als auch den in der Transfergesellschaft geparkten Erwerbslosen betreuen.<br />
Selbstverst&#228;ndlich gibt es in der Transfergesellschaft auch Sanktionen f&#252;r Menschen die nicht richtig mitspielen. Wer zum Beispiel unter Ber&#252;cksichtigung der zul&#228;ssigen Gehaltsabsenkung den von der Transfergesellschaft angeordneten Weg zur Leiharbeitsfirma nicht antritt, bekommt eine Sperre. 12 Wochen, wie auch sonst bei Arbeitslosengeldbezug &#252;blich.<br />
Es handelt sich also nicht um einen Kuschelkurs mit BetreuerInnen, die Streicheleinheiten verabreichen. Schlie&#223;lich wird billige und willf&#228;hrige Arbeitskraft ben&#246;tigt und dies erzeugt der Apparat am besten mit Druck und Sanktionen. Nat&#252;rlich gibt es auch Anreize: Die Sprinterpr&#228;mie wird f&#252;r diejenigen gezahlt, die z&#252;gig einen neuen Job finden.</p>
<p><strong>Sinn der Sache: Abfindung sparen</strong></p>
<p>Da f&#252;r die TeilnehmerInnen in Transfergesellschaften augenscheinlich keine besseren Qualifizierungen und auch keine h&#246;heren Vermittlungsquoten nachweisbar sind, muss der Sinn woanders liegen.<br />
Damit ist die Sinnhaftigkeit dieses Konstrukts haupts&#228;chlich in den Vorteilen f&#252;r die Unternehmen zu suchen, die sich LohnarbeiterInnen in gr&#246;&#223;erem Umfang entledigen wollen. Ein 50igj&#228;hriger, 26 Jahre im Betrieb besch&#228;ftigter Arbeiter kommt immerhin auf eine K&#252;ndigungsfrist von 7 Monaten. W&#252;rde er betriebsbedingt gek&#252;ndigt m&#252;sste das Unternehmen ihm in dieser Zeit Lohn zahlen, obwohl sein „Arbeitsplatz“ unter Umst&#228;nden l&#228;ngst nicht mehr existiert. Und er erhielte noch 13 Monatsgeh&#228;lter als Abfindung. Teuer im Hinblick auf jegliche Umsatzrendite. Der &#220;bertritt dieser ArbeiterInnen in eine Transfergesellschaft bei gleichzeitigem Verzicht auf gro&#223;e Teile dieser Anspr&#252;che w&#228;re toll – f&#252;r das Unternehmen.</p>
<p><strong>Betriebsrat muss zustimmen</strong></p>
<p>Was fehlt? Ja genau, die Betriebsr&#228;te, Gewerkschaften und Interessensvertreter die die Einrichtung einer solchen Transfergesellschaft f&#246;rdern und unterst&#252;tzen. Denn ohne sie geht es nicht, Massenentlassung, Betriebsschlie&#223;ung mit Sozialplan und Transfergesellschaft geht nur durch Einverst&#228;ndnis und Mitwirkung des Betriebsrates.</p>
<p><strong>400 Betreibergesellschaften verdienen bundesweit</strong></p>
<p>Dazu ein Blick auf die Entstehung einer Transfergesellschaft. Diese wird f&#252;r jeden geschlossenen Betriebsteil oder Betrieb neu gegr&#252;ndet oder eine &#252;berregionale Transfergesellschaft errichtet eine Au&#223;enstelle. Betreibende, sprich GesellschafterInn ist weder das Unternehmen noch der Betriebsrat, sondern ein „Dritter“, der eine entsprechende Zertifizierung / Eignung bei der Bundesagentur f&#252;r Arbeit nachgewiesen hat. Dies sind zumeist Firmen, die die Durchf&#252;hrung von zahlreichen Transfergesellschaften nachweisen k&#246;nnen. Die jeweilige Transfergesellschaft besteht f&#252;r ein Jahr, der Tr&#228;ger zieht weiter oder betreibt mehrere Transfergesellschaften gleichzeitig. 400 solcher, auf die Gr&#252;ndung und Errichtung von Transfergesellschaften spezialisierte Unternehmen, gibt es bundesweit. Wird in einem Betrieb entlassen, bewerben sich bei der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat zahlreiche Betreibenden um die Auftragsvergabe.</p>
<p>Die Entscheidung, welcher Anbieter den Zuschlag bekommt, f&#228;llt zumeist der Betriebsrat. Dies ist dann das einzig wirklich Relevante, was der Betriebsrat noch zum Wohl der Entlassenen entscheiden kann, soviel Entgegenkommen des Unternehmens muss denn wohl auch mal drin sein.</p>
<p><strong>Business mit Milliarden-Umsatz</strong></p>
<p>Der Betrieb von Transfergesellschaften ist ein lohnendes Gesch&#228;ft, der Jahresumsatz der Branche bel&#228;uft sich auf weit mehr als eine Milliarde Euro.<br />
Wer sind die Betreiberfirmen von Transfergesellschaften?<br />
Mypegasus und Weitblick gelten als die gr&#246;&#223;ten Betreiberfirmen in der Branche. Sogar einen Bundesverband (BVTB) mit einem Positionspapier, einem Ehrenkodex gleich, haben sie verfasst, Papier ist bekanntlich geduldig.<br />
Die Betreibenden lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: die kleine Gruppe der Unabh&#228;ngigen zumeist &#246;rtlich begrenzten Unternehmen, eine ebenfalls kleine Gruppe die den Unternehmerverb&#228;nden und ihren Bildungswerken zuzurechnen ist, und letztlich die gewerkschaftsnahen oder gewerkschaftseigenen Unternehmen. Diese „gewerkschaftlich Orientierten“ betreiben die Masse der Transfergesellschaften.</p>
<p><strong>DGB mischt ordentlich mit</strong></p>
<p>Drei Beispiele:<br />
<strong>Weitblick</strong> ist eine hundertprozentige Tochter des DGB eigenen Berufsfortbildungswerks (bfw) mit zahlreichen Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet. Nebenbei ist Weitblick im Saarland auch noch als Leiharbeitsfirma t&#228;tig. Referenz: Heidelberger Druck abgewickelt.<br />
<strong>Mypegasus</strong> ist ein klassisches Beispiel f&#252;r „N&#228;he“ zu einer DGB Gewerkschaft. Mypegasus wurde von RA Peter Hannekuhl gegr&#252;ndet. Er war alleiniger Gesellschafter. Gleichzeitig war er jedoch &#252;ber lange Jahre beim Hauptvorstand der IG Metall als Justitiar angestellt. Referenz: Abwicklung von 2500 Opel ArbeiterInnen im Jahre 2004.<br />
Die ebenfalls nicht kleine<strong> TfG Refugio </strong>aus Baden W&#252;rttemberg wurde aus der Rechtsanwaltskanzlei Filzek &amp; Gatzky gegr&#252;ndet. Die beiden Rechtsanw&#228;lte sind auf Arbeitsrecht spezialisiert und haben jahrelang im Auftrag von IG Metall und DGB Gewerkschaften deren Mitglieder vertreten. Es bestehen also laufende „Gesch&#228;ftsbeziehungen“.<br />
Hieraus l&#228;sst sich durchaus ein lukratives Gesch&#228;ftsmodell generieren. Betriebsr&#228;te, &#252;berwiegend in einer DGB Gewerkschaft organisiert, f&#228;llen die Entscheidung welcher AnbieterIn den Zuschlag f&#252;r die Gr&#252;ndung einer TfG erh&#228;lt und darunter befinden sich Firmen aus dem „eigenen“ Laden. Unabh&#228;ngige Anbieter beschweren sich in der Wirtschaftspresse laufend, dass sie trotz aller Dumpingangebote in der Metallindustrie kein Bein an die Erde bekommen.<br />
Und f&#252;r manchen bald Ex-BR, f&#228;llt dabei auch ein neuer Job ab. Zahlreiche ex Betriebsr&#228;te tummeln sich in der Branche (selbst auf einigen Webseiten wird damit geworben, weil sie ja die KollegInnen so gut verstehen). Und als Auftragsagenten lassen sie sich auch gut verwenden, denn von Kollege zu Kollege, Metaller zu Metaller, da stimmt die Chemie und der Auftragsvergabe steht nichts mehr im Wege!</p>
<p><strong>Filz und Vetternwirtschaft als Schmiermittel &#8211; ger&#228;uschlose Abwicklung als Ziel</strong></p>
<p>Aber eigentlich geht es nicht um Vetternwirtschaft oder lukrative Nebengesch&#228;fte einzelner Funktion&#228;rInnen!<br />
Es geht um das Zusammenspiel von Betriebsr&#228;ten, unter Beteiligung einiger DGB Gewerkschaften und gewerkschaftseigenen oder -nahen Firmen bei der Entsorgung &#252;berfl&#252;ssiger Arbeitskr&#228;fte zum Wohle einzelner Unternehmen und dem Funktionieren des ganzen Systems. Personelle Verquickungen sind da nur das Schmiermittel, das die ger&#228;uschlose Entsorgung bef&#246;rdert. Schlie&#223;lich m&#252;ssen Betriebsr&#228;te auch die wichtige Aufgabe &#252;bernehmen, den Einzelnen, von Entlassung bedrohten, den &#220;bertritt in eine TfG schmackhaft zu machen und sie zum Teil zum Verzicht auf h&#246;here Anspr&#252;che auf Lohn w&#228;hrend der K&#252;ndigungsfrist und Abfindung als lohnend zu vermitteln.<br />
Damit wird Ans&#228;tzen von Widerstand gegen Betriebsschlie&#223;ungen der Wind aus den Segeln genommen, wenn das einheitliche gewerkschaftliche Ziel in solchen F&#228;llen die &#220;berf&#252;hrung der „&#220;berfl&#252;ssigen“ in eine TfG ist. In der Tarifrunde f&#252;r das KFZ Handwerk Niedersachsen und Bremen im Jahre 2010 wurde denn auch von der IG Metall die Einrichtung einer landesweiten TfG als Verhandlungsposition erhoben und das Angebot an die Unternehmer gemacht, einen Teil der Tariferh&#246;hung in diese TfG zu stecken. Dieses Herangehen von DGB Gewerkschaften basiert auf der Anerkenntnis der notwendigen Personalreduzierung als Folge kapitalistischer Konkurrenz. Und es transportiert diese Logik in das Denken und Handeln der KollegInnen.<br />
Eine Werbeschrift der DGB Firma Weitblick tr&#228;gt dann auch folgerichtig die &#220;berschrift:<br />
„Personalanpassung sozialvertr&#228;glich gestalten“</p>
<p><strong>Standortkorporatismus und die Illusion der Sozialpartnerschaft</strong></p>
<p>Von einigen AnalytikerInnen des DGB wird dieses systemkonforme Verzichten der DGB Gewerkschaften, in dem die mit dem Kapital gemeinsam durchgezogenen Transfergesellschaften nur ein kleiner Mosaikstein sind, als „Standortkorporatismus“ bezeichnet. Darunter lassen sich weiterhin die mit DGB Unterst&#252;tzung erfolgte Absenkung der L&#246;hne in der Leiharbeit, Tarifvertr&#228;ge zur Flexibilisierung der Produktionsabl&#228;ufe und die allgemeine Lohnzur&#252;ckhaltung fassen.</p>
<p>Aus Sicht der DGB Mehrheiten soll durch ein B&#252;ndnis mit dem „deutschen“ Kapital dessen Konkurrenzf&#228;higkeit im globalen Kampf um M&#228;rkte und Profite verbessert werden. Die sozialpartnerschaftliche Illusion dabei ist, die ArbeiterInnen am Standort Deutschland w&#252;rden davon l&#228;ngerfristig profitieren. In den letzten 15 Jahren haben sie einseitige Vorleistungen auf Empfehlung „ihrer“ Einheitsgewerkschaften erbracht.</p>
<p>Somit &#252;bernehmen einige DGB Gewerkschaften eine zentrale, staatsf&#246;rmige Aufgabe zum Funktionieren einer reibungslosen, profitablen Kapitalverwertung im Standort Deutschland.</p>
<p><em><strong>Herbert Thomsen</strong>, Mitglied der IWW Bremen 9.2.2013</em></p>
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		<title>Krieg ist Frieden. DGB und Bundeswehr</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 09:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cgn01</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gewerkschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[IWW-news]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>

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		<description><![CDATA[DGB-Chef Sommer und der Verteidigungsminister &#252;ben Schulterschluss. Wozu ist der DGB eigentlich da? Vermutlich ist es seine eigentliche Aufgabe, allen aufrechten Gewerkschaftern das Leben m&#246;glichst schwer zu machen und sie mit den noch so haarstr&#228;ubendsten Formen des Lobbyismus zum Austritt oder in die innere Emigration zu zwingen. Jetzt ist folgende dpa-Meldung durch die Presse gegangen,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>DGB-Chef Sommer und der Verteidigungsminister &#252;ben Schulterschluss.</h3>
<p>Wozu ist der DGB eigentlich da? Vermutlich ist es seine eigentliche Aufgabe, allen aufrechten Gewerkschaftern das Leben m&#246;glichst schwer zu machen und sie mit den noch so haarstr&#228;ubendsten Formen des Lobbyismus zum Austritt oder in die innere Emigration zu zwingen.</p>
<p>Jetzt ist folgende dpa-Meldung durch die Presse gegangen, die wir hiermit f&#252;r die Nachwelt dokumentieren: <span id="more-2213"></span></p>
<blockquote><p>Berlin. Gewerkschaften und Bundeswehr wollen ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage stellen. DGB-Chef Michael Sommer und Verteidigungsminister Thomas de Maizière vereinbarten am Dienstag bei dem ersten Spitzentreffen dieser Art seit 30 Jahren, das Verh&#228;ltnis von Deutschem Gewerkschaftsbund und Streitkr&#228;ften mit einer gemeinsamen Erkl&#228;rung neu auszutarieren. «Wir wollen pr&#252;fen, in welchem gemeinsamen Geist wir die Zusammenarbeit in die Zukunft tragen», sagte de Maizière.</p>
<p>Die Gewerkschaften hatten sich in den 50er Jahren gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands gestemmt und verstehen sich seitdem als Teil der Friedensbewegung. 1981 wurde eine erste gemeinsame Erkl&#228;rung verfa&#223;t, die man als «gro&#223;en Friedensschlu&#223;» bezeichnen k&#246;nnte, wie de Maizière sagte. Er betonte, <strong>dass sich die Bundeswehr auch als Teil der Friedensbewegung verstehe</strong>.<br />
Auch Sommer machte deutlich, dass die grunds&#228;tzlichen Auseinandersetzungen der Vergangenheit angeh&#246;rten. Das Verh&#228;ltnis zwischen den Gewerkschaften und bewaffneten Streitkr&#228;ften sei lange Zeit historisch belastet gewesen. «Das ist es heute nicht mehr.»<br />
Die neue Erkl&#228;rung soll grunds&#228;tzliche und pragmatische Fragen behandeln: Privatisierung, Ausbildung, Personalentwicklung, aber auch R&#252;stungsfragen und Rechtsextremismus in der Bundeswehr. Beide Seiten wollen sich mit der Erarbeitung Zeit lassen. M&#246;glicherweise werde die Erkl&#228;rung erst nach der Bundestagswahl fertig, sagte Sommer.</p></blockquote>
<p>George Orwell l&#228;sst gr&#252;&#223;en. Der IWW Kollege Klaus meint dazu: &#8220;Ich hoffe, Sommer hat sich auch daf&#252;r eingesetzt, dass &#8211; nachdem bereits Pfaffen f&#252;r das Seelenheil der k&#228;mpfende Truppe sorgen &#8211; nun auch endlich Milit&#228;rbetriebsr&#228;te geschaffen werden, die mindestens die Einhaltung der Gefechtspausenregelung &#252;berwachen.</p>
<p>Was ist aus dem DGB geworden? Wo bleiben die Proteste der Gewerkschaftslinken? F&#252;r mich alles ein Grund mehr, kein &#8220;Dual Carder&#8221; (Doppelmitglied) zu sein.&#8221;</p>
<p>Es gibt Alternativen: Die Industrial Workers of the World waren immer gegen den Krieg, bereits vor 100 Jahren, als Sozialdemokratie und der ADGB (Vorg&#228;nger des DGB) mit Begeisterung f&#252;r Kaiser und Vaterland gegen Frankreich zogen.</p>
<p>+ + + +</p>
<p>Quelle: <a href="https://www.dbwv.de/C12574E8003E04C8/CurrentBaseLink/W294N9D6963DBWNDE">Die dpa-Meldung auf der Website Deutscher Bundeswehrverband</a></p>
<p>Mehr lesen: <a href="http://www.iww.org/en/history/resolutions/Convention_war_1916">IWW-Resolution von 1916 gegen den Krieg (engl.) </a></p>
<p>Kritische Berichte und<a href="http://www.labournet.de/interventionen/kriege/antimili-all/gewerkschaften-und-bundeswehr-engere-zusammenarbeit-geplant/"> zus&#228;ztliche Infos auf labournet</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>K&#252;chensklaven: Tagebuch eines Kochs</title>
		<link>http://www.wobblies.de/?p=2206</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 15:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cgn01</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gastronomie / nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit und pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Doping]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kollege Herold Freeman schreibt &#252;ber seine neue Arbeitsstelle irgendwo in Deutschland Am vierten Tag geht es um Doping am Arbeitsplatz. Alle nehmen Pillen, Krankheit wird bestraft. Au&#223;erdem um die simple, aber f&#252;r viele doch neue Idee, sich die Arbeitszeiten aufzuschreiben. Wir haben seine Tagebuch-Eintragungen als RSS-Feed rechts auf dieser Seite aufgenommen. Wir w&#252;rden uns]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Kollege Herold Freeman schreibt &#252;ber seine neue Arbeitsstelle irgendwo in Deutschland</h3>
<p>Am vierten Tag geht es um Doping am Arbeitsplatz. Alle nehmen Pillen, Krankheit wird bestraft. Au&#223;erdem um die simple, aber f&#252;r viele doch neue Idee, sich die Arbeitszeiten aufzuschreiben.</p>
<p>Wir haben seine Tagebuch-Eintragungen als RSS-Feed rechts auf dieser Seite aufgenommen. Wir w&#252;rden uns freuen, mehr von schreibenden Malocher_innen zu lesen zu bekommen!</p>
<p><strong>Ohne Pillen l&#228;uft hier nichts</strong><span id="more-2206"></span></p>
<p><em>Habe heute in der Pause kurz angesprochen, da&#223; mir der R&#252;cken weh tut. Die Kolleginnen sind echt nett. Haben mir alle m&#246;glichen Schmerztabletten angeboten. Ich hab dankend abgelehnt und mal dumm gefragt, warum die alle Pillen dabei haben. Schmerzen sind anscheinend normal. Manche nehmen t&#228;glich diverse Mittel ein. Da wird auch bunt gemischt und getauscht. Es gibt wirklich niemanden, der keine Pillen hat. Die Artbeit muss funktionieren und weil es Urlaubs und Weihnachtsgeld nur gibt, wenn man nicht zu oft krank war, die Kohle aber dringend gebraucht wird, werden halt Pillen geschluckt.</p>
<p>Ein Kollege hat heute erw&#228;hnt dass er Betriebsratssitzung hat. Na Klasse, ich dachte, der Betriebsrat stellt sich einem neuen Kollegen mal vor? Na, ja jetzt wei&#223; ich wenigstens von einem, da&#223; er im BR ist. Werd ihn bei Gelegenheit mal vorsichtig ansprechen.</p>
<p>In der Umkleidekabine habe ich meine Stunden aufgeschrieben. Das hat ein Kollege mitbekommen und gefgragt, warum ich das mache. Ich hab ihn gefragt ob er, wenn er einkauft und 35 € mit einem Hunderter bezahlt, das Wechselgeld nicht nachz&#228;hlt? Doch sagt er, das mache ich. Siehst du: Und ich kontrolliere meine Lohnabrechnung. Es k&#246;nnte ja mal ein Fehler passieren. Stimmt, sagt er, das werd ich in Zukunft auch so machen.In der IWW gibt es da so ein kleines Heft, um die Arbeitszeit aufzuschreiben. Werd es ihm demn&#228;chst mal geben.</em></p>
<p><strong>Was zuvor geschah, erfahrt ihr auf dem neuen Blog:</strong> <a href="http://kuechensklaven.wordpress.com">http://kuechensklaven.wordpress.com</a></p>
<p>Kollege Freeman freut sich &#252;ber Kommentare und Facebook-Kontakte: <a href="https://www.facebook.com/herold.freeman">https://www.facebook.com/herold.freeman</a></p>
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		<title>Bremer Wobblies mit neuem B&#252;ro</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 08:41:32 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[IWW-news]]></category>
		<category><![CDATA[transport / bahn]]></category>
		<category><![CDATA[waterkant]]></category>
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		<description><![CDATA[IWW Bremen zusammen mit Hafengewerkschaft und Erwerbslosenverband Am 4. Februar 2013 er&#246;ffnete der Bremer Erwerbslosenverband, die Fachgewerkschaft Seeh&#228;fen – contterm &#8211; und die IWW Gruppe Bremen (wobblies) eine neue Anlaufstelle, Gruppenzentrum und gemeinsames Beratungsb&#252;ro in der Neustadt, Hohentorsheerstr. 24 / Ecke Lahnstra&#223;e. Die Kollegen und Kolleginnen schreiben zu diesem freudigen Ereignis: Gewerkschaften und Erwerbslosenverband gemeinsam,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>IWW Bremen zusammen mit Hafengewerkschaft und Erwerbslosenverband</h3>
<p>Am 4. Februar 2013 er&#246;ffnete der <a href="http://www.bev-bremen.de/">Bremer Erwerbslosenverband</a>, die Fachgewerkschaft Seeh&#228;fen – <a href="http://www.contterm.de/index.html">contterm</a> &#8211; und die <a href="http://iwwbremen.blogsport.de/">IWW Gruppe Bremen</a> (wobblies) eine neue Anlaufstelle, Gruppenzentrum und gemeinsames Beratungsb&#252;ro  in der Neustadt, Hohentorsheerstr. 24 / Ecke Lahnstra&#223;e.</p>
<p>Die Kollegen und Kolleginnen schreiben zu diesem freudigen Ereignis:</p>
<p><em>Gewerkschaften und Erwerbslosenverband gemeinsam, mit ihren jeweiligenBeratungen, sind ein inhaltlich sinnvolles, sich erg&#228;nzendes Angebot.<span id="more-2203"></span>Der Anteil der Menschen im Niedriglohnsektor, gerade in der Logistik der Neust&#228;dter H&#228;fen, nimmt kontinuierlich zu. Sehr viele haben Anspr&#252;che auf erg&#228;nzende Hartz IV Leistungen. Umgekehrt k&#246;nnen Erwerbslose „ihre“ K&#228;mpfe gegen Sanktionen, Zwang in den Niedriglohn, nicht allein f&#252;hren.  K&#228;mpfe, die inhaltlich zusammenh&#228;ngen und Organisationen die sie f&#252;hren, k&#246;nnen in dem neuen Zentrum auch ihre organisatorische Zusammenarbeit finden.</em></p>
<p><em>Auch wenn am Anfang noch nicht alles rund laufen wird, wir wollen den Versuch starten das Zentrum zu einem lebendigen Ort zur Diskussion und f&#252;r sozialpolitische K&#228;mpfe zu entwickeln.</em></p>
<p><em>Dazu wird es in den n&#228;chsten Wochen eine Reihe von Veranstaltungen geben, die einen Einblick in die Arbeit der beteiligten Gruppen geben.</em><br />
<em> Wir gehen davon aus, die R&#228;ume auch anderen Gruppen zur Verf&#252;gung stellen zu k&#246;nnen, der gro&#223;e Raum bietet f&#252;r Veranstaltungen mit ca. 40 Menschen Platz.</em></p>
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		<title>Neupack &#8211; Streik geht weiter!</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 11:05:36 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neupack]]></category>
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		<description><![CDATA[Fr&#252;hschicht geht nicht zur Arbeit Heute morgen haben Teile der Fr&#252;hschichten der Neupack Werke in Hamburg und in Rotenburg die Arbeit nicht aufgenommen. Die Stimmung unter den Streikenden sei (zumindest in Hamburg) bestens, trotz widrigen Wetters. Aktuelle Informationen wie immer auf der Blogseite des Solikreises.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Fr&#252;hschicht geht nicht zur Arbeit</h3>
<p>Heute morgen haben Teile der Fr&#252;hschichten der Neupack Werke in Hamburg und in Rotenburg die Arbeit nicht aufgenommen. Die Stimmung unter den Streikenden sei (zumindest in Hamburg) bestens, trotz widrigen Wetters. Aktuelle Informationen wie immer auf der <a href="http://solikreis.blogsport.de/">Blogseite</a> des Solikreises.</p>
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		<title>Streikpause bei Neupack</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 01:25:31 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[01 allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[chemie/kunststoff]]></category>
		<category><![CDATA[kapital und arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[waterkant]]></category>
		<category><![CDATA[Neupack]]></category>
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		<description><![CDATA[NDR-Bericht &#252;ber Unternehmens-Anti-Streikberater H&#246;ck Seit dem 24. Januar ist der Streik bei der Neupack Verpackungen GmbH in Hamburg und Rotenburg ausgesetzt aber nicht beendet. Aktuelle Informationen &#252;ber die Situation der Streikenden gibt es hier. Der NDR hat zudem eine interessante Reportage &#252;ber die Situation bei Neupack gebracht: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/neupack105.html Darin wird unter anderem der Unternehmensberater Arne]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>NDR-Bericht &#252;ber Unternehmens-Anti-Streikberater H&#246;ck</h3>
<p>Seit dem 24. Januar ist der Streik bei der Neupack Verpackungen GmbH in Hamburg und Rotenburg ausgesetzt aber nicht beendet.</p>
<p>Aktuelle Informationen &#252;ber die Situation der Streikenden gibt es <a title="Webseite des Neupack Soli-Kreises" href="http://solikreis.blogsport.de/">hier</a>.</p>
<p>Der NDR hat zudem eine interessante Reportage &#252;ber die Situation bei Neupack gebracht: <a href="http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/neupack105.html">http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/neupack105.html</a></p>
<p>Darin wird unter anderem der Unternehmensberater <a title="Trenton GmbH" href="http://trentongmbh.vpweb.de/Team.html">Arne H&#246;ck</a> portr&#228;tiert, der, so legt es der Bericht nahe, offensichtlich die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung von Neupack darin ber&#228;t, wie sie effektiv gegen den Streik vorgehen kann. H&#246;ck selbst scheint in dieser Hinsicht eine einschl&#228;gige Vorgeschichte zu haben.</p>
<p>Archiv der Neupack-Meldungen auf Wobblies.de: <a href="http://www.wobblies.de/?tag=neupack">http://www.wobblies.de/?tag=neupack</a></p>
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