Skip to main content.
28. April 2007

1. Mai mit den Wobblies

Zum diesjährigen 1.Mai trefft ihr Wobblis auf den Maidemos in Berlin, Frankfurt, Hannover und Köln.

In Zürich und München sind die Wobblies mit einem eigenen Infostand vertreten.

In München am Sendlinger-Tor-Platz gegenüber des Kinos.

Wir freuen uns auf euch.

26. April 2007

Wer wir sind. Was wir wollen.

Die IWW im deutschsprachigen Raum hat ein neues Selbstdarstellungs-Faltblatt, dass ihr hier herunter laden könnt.

iww_selbstdarstellung_folder_april2007.pdf

Über eine üppige Verteilung würden wir uns freuen.

Brot und Rosen! Neue Flugschrift der IWW.

Die Nullnummer der ersten IWW-Zeitung in deutscher Sprache seit Menschengedenken ist soeben erschienen:

brot_und_rosen_no_null_umschlag.pdf

brot_und_rosen_no_null_innenseiten.pdf

Ihr könnt sie hier herunter laden, kopieren und verteilen. Vielleicht bei der 1.Mai-Kundgebung vor Ort, im Betrieb, eurer Stammkneipe. Die Ausgabe enthält 8 DIN-A4-Seiten, die doppelseitig kopiert und mittig gefaltet werden müssten.
Neben Artikeln, die auch auf dieser Website zu finden sind, gibt es eine neue Kolumne eines Kölner Kollegen und Humoristen mit dem Titel: “Neues vom Nachtportier” und einen Hintergrund-Artikel zum Streik der TextilarbeiterInnen in Lawrence / Massachusetts / USA von 1912. Der Streik ging als “Bread-and-Roses”-Streik in die Geschichte ein und verleiht unser neuen Publikation ihren Namen.

Hier einige Hinweise, wie die beiden Dateien am Besten verarbeitet werden solten:

Brot und Rosen erscheint im Format DinA5
Wir bevorzugen dieses Format weil es praktisch, gutaussehend und billig in der Produktion ist.
Am besten brennst du die beiden PDF Dateien auf eine CD und lässt sie im Copyshop ausdrucken.
Wir haben die Dateien so angelegt, dass es kein Problem sein dürfte sie sofort beidseitig zu drucken.(zur Info, die
Profis sprechen bei einer Kopie von CD immer von Druck auch bei Kopieren und auch bei nur einem Ausdruk. An besten druckst du die Umschlagsseiten auf rotes Papier. Die Innenseiten druckst du auf weißes Papier. Wir haben uns dabei was gedacht, aber wenn du es anders willst, dann tu es einfach.
Die Dateien lassen sich auch auf DinA3 oder sogar DinA2 ohne Qualitätsverlust ausdrucken.
Es wird dann halt teurer und das Design ist nicht mehr 100%ig optimal.
So, jetzt bleibt es an uns dir einen billigen Copyshop und viel Erfolg zu wünschen.
Zur Info:
3Cent ab 1000 Drucke (Kopien) müssen mind drin sein.
4Cent ab 500 sonst höchstens 5Cent.
Wir sprechen hier von Druckkosten pro Seite, da wir beidseitig drucken also immer verdoppeln. Mehr solltest du auf keinen Fall bezahlen.

19. April 2007

Die Angst vor dem Unberechenbaren. Oder: Warum es keinen IG-Metall-Streik gibt.

Großbank berechnet bereits Mitte April: Mehr als 4,75 Prozent Lohnerhöhungen kommen bei Tarifverhandlungen der IG Metall 2007 nicht zu Stande. Streikwahrscheinlichkeit nur bei 9 Prozent. Wir prognostizieren „machtvolle Warnstreiks“.

Alles scheint berechenbar, im heutigen Leben. Zumindest versuchen Banken, Börsianer, Versicherungen und andere, die von Zahlen, Prozenten, Zinsen leben, die Unwägbarkeiten des Lebens durch Berechnungen einzugrenzen. Was sollen sie auch sonst tun, hinter ihren Schreibtischen? So glänzten die Strategen der Bayrischen Hypo- und Vereinsbank (HBV) am 17. April in der Frankfurter Allgemeinen (FAZ) mit einer Prognose zum laufenden Tarifkonflikt der IG Metall. Die Streikwahrscheinlichkeit liege bei nur 9 Prozent und sei damit so gering wie seit 25 Jahren nicht mehr. Zu größeren Arbeitskämpfen, an denen sich mindestens 140.000 ArbeitnehmerInnen beteiligten, sei es in den zurückliegenden drei Jahrzehnten nur dann gekommen, wenn die Streikwahrscheinlichkeit mehr als 50 Prozent betragen habe.

Wie berechnen Bayrische Banker die Streikwahrscheinlichkeit?

Zwei Faktoren werden von der HBV zu Rate gezogen: Erstens der Abstand zwischen Forderung und Angebot - in diesem Falle zwischen 6,5 % der IG Metall und derzeit 2,5 – 3 % der Arbeitgeber.

Zweitens die real erzielten Einkommenssteigerungen der vergangenen Jahre. Also die Entwicklung des Einkommens bereinigt von der Geldentwertung (Inflation). Dieser Wert spiegelt die Stärke des Unternehmerlagers bzw. die Schwäche der Gewerkschaften. Die Reallöhne sind – so erfahren wir aus der Financial Times Deutschland – im Zeitraum zwischen 1995 bis 2004 in Deutschland um 0,9 Prozent gesunken, während sie in der (noch nicht erweiterten) EU um durchschnittlich 7,4 Prozent gestiegen sind. Deutschland hat somit im internationalen Vergleich schwache Gewerkschaften und eine kampfuntüchtige Arbeitnehmerschaft.

So verdienten Arbeitnehmer auch im Jahr 2006 im Schnitt lediglich 1,3 Prozent mehr als 2005, während die Verbraucherpreise um 1,7 Prozent kletterten. Damit konnte der Anstieg der Löhne und Gehälter die Preissteigerungsrate erneut nicht ausgleichen. Nach Abzug der Abgaben sowie unter Berücksichtigung des Geldwertverlustes sind im letzten Jahr die Nettoreallöhne sogar um zwei Prozent zurückgegangen. In den letzten drei Jahren lagen die Lohnzuwächse somit stets unterhalb der Produktivitätsgrenze.

Der emotionale Faktor

Was die Banker in ihre Rechnung nur schwer einbeziehen können, ist ein psychologisch-emotionaler Faktor. Er entsteht durch die alltäglich frustrierende Beobachtung, dass ArbeiterInnen, kleine (Schein-)Selbständige und Angestellte (also wir) immer länger für immer weniger Geld und noch weniger Perspektive schuften sollen, während die Führungsetagen von Konzernen und Banken sowie Aktionäre sich die Taschen mit Geld voll stopfen und ihren Reichtum mit unverfrorener Dreistigkeit zur Schau stellen.

Dieser Faktor ist momentan sehr hoch. Die Leute haben einen wachsenden Willen, zurück zu schlagen. Es geht dabei weniger um den einen oder anderen Prozentpunkt, sondern um das Gefühl, jahrelang verarscht worden zu sein und das Bedürfnis, etwas schwer Greifbares wie die eigene Würde wieder zu erlangen.

Die Herrschenden und ihre Hofschreiber wissen das und sie haben, wenn man die Kommentare in der FAZ und Financial Times liest, gehörigen Respekt vor dem, was sich da zusammen braut. Eben weil es nicht berechenbar ist. Erstaunlich ist, dass beide Blätter einen ordentlichen Schluck aus der Pulle befürworten, wo sie früher noch bedingungslose Null-Diäten und Aufopferung für die Volkswirtschaft forderten und die Demontage des DGB betrieben. Ihre verlässlichsten Partner für die Eindämmung und Regulierung von diffusem Klassenhass, die DGB-Gewerkschaften, stehen nun anscheindend so schwach da, dass sie wieder maßvoll hoch gepäppelt werden dürfen.

Streik als Werbung

IG Metall-Hochhaus in FrankfurtZu guterletzt haben auch die DGB-Gewerkschaften ein Eigeninteresse. Sie müssen ihre bröckelnden Mitgliederzahlen stabilisieren, zumal das Einkommen der noch bestehenden Mitglieder – wie oben beschrieben - gesunken ist und somit auch die 1%-vom-Lohn-Einnahmen der Gewerkschaften. Die fetten Saläre der Führungsetagen wollen ebenso gesichert sein wie neue Prachtbauten in Berlin. (Das nebenstehende Bild zeigt übrigens das sympathische IG Metall-Domizil in Frankfurt Main.) Ein weiterer Stellenabbau und Lohnkürzungen im Gewerkschaftsapparat wären schlecht für das ohnehin angekratzte Image. Für den DGB gibt es daher nichts Mobilisierenderes als einen Streik. Denn nur wer organisiert ist, bekommt Streikgeld und darf richtig mitmachen. Risiko 1: Dauert der Streik zu lange, kostet er mehr, als er durch gesteigerte Mitgliederzahlen in den nächsten Jahren wieder einspielen kann. Risiko 2: Ein Streik kann aus dem Ruder laufen, wenn die ArbeiterInnen Geschmack daran finden und die Lahmarschigkeit der IG Metall-Funktionäre nicht mehr ertragen wollen.

Unter dem Strich

Nehmen wir alle Faktoren zusammen, ergibt sich folgende Prognose: Die IG Metall wird versuchen, die angestaute Wut zur kontrollierten Entladung kommen zu lassen und „machtvolle Warnstreiks“ abhalten. Das Unternehmerlager wird sich unter Zähneknirschen und Wehklagen bewegen. Der Abschluss wird dann bei 4,75 Prozent liegen. Das zumindest hat die HBV laut FAZ als vernünftige Mitte errechnet. Und die müssen es ja wissen…

9. April 2007

Offenes Treffen der IWW München 19.4.07

Am Donnerstag dem 19.4.07 findet das nächste offene Treffen der IWW München statt.

In der Pschorr-Klause, Fasanenstraße 68, 5 Minuten von der S-Bahnstation Fasanenpark

um 20.00 Uhr. Wir freuen uns auf euer kommen.

Bei Fragen iww-muenchen(at)web.de

« ältere Beiträge....