Eine Aufführung am Hamburger Schauspielhaus schlägt hohe Wellen. Kommentar von Heiner Stuhlfauth
[Hinweis: Dies ist die Meinung eines Einzelnen, die nicht repräsentativ für eine Gruppe oder die gesamte IWW sein muss.]
Im Anschluss an eine Aufführung von Peter Weiss´”Marat” verlesen 24 Arbeitslose auf der Bühne die Namen der 24 reichsten Hamburger (4 Millionäre hatten gerichtlich ein Nennen ihrer Namen verhindern können).
Der Theaterregisseur Volker Lösch bringt in seiner Bearbeitung des Stücks, das ursprünglich aus dem dem Jahr 1964 stammt, außerdem die folgende Erkenntnis - skandiert durch ein Arbeitslosen-Heer - auf die Bühne: “Wenn die 28 reichsten Hamburger 2,5 Prozent Vermögenssteuer zahlen würden, dann stünden dem Haushalt der Stadt 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung!”
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Radical Folk und Working Class Blues mit der GRAND INDUSTRIAL BAND of COLOGNE.

Songs von Joe Hill, T-Bone Slim, Merle Travis, Leadbelly u.a. gespielt von der Band der Kölner IWW.
Literarische Texte von und über Wobblies, Vagabunden und WanderarbeiterInnen in den USA.
Premiere: Stummfilm mit Musikbegleitung. Police - Charlie Chaplin / USA 1916
Samstag, 15. November 08, 19.30 - 22.00 Uhr
Naturfreundehaus Köln-Kalk, Kapellenstraße 9a, 51103 Köln
http://www.naturfreunde-koeln.de/haus_kalk
[Das Foto zeigt eine IWW-Band aus Lafayette (Colorado/USA) im Jahre 1927. Dort fand ein spektakulärer Streik statt, der beinahe den gesamten Bergbau von Colorado lahm legte und vom Todesurteil gegen die Anarchisten Sacco und Vanzetti inspiriert war. Er wurde von Landes-Miliz im so genannten Columbine Mine Massacre blutig niedergeschlagen. Mehr Infos auf englisch]
etwas mürrisch stand ich vor
seinem tischwollte wissen ob sie mir die
abgelaufenen sohlen bezahlen
würden
nö
meinte der sekretär
aber wenn du die leute auf
den baustellen organisierst
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Bankenkräche ohne Ende. Entlassungen. Beruhigungspillen aus den Mäulern der Politiker oder Schweigen bei denen, die es eigentlich besser wissen sollten.
[Hinweis: Dies ist ein Beitrag des IWW-Mitglieds S64. Es handelt sich nicht um die Meinung einer Gruppe oder der gesamten IWW. Das Foto zeigt Arbeitslose 1929 in den USA, die auf Kaffee und Donuts warten. ]
Dieser Tage kommen viele ins Flattern. Doch gerade in den USA regt sich Wut gegen die Börsenzocker, die Abermilliarden von Geld verbrennen, Geld was der Arbeiterklasse gestohlen wurde. Und nun will man dem Steuerzahler ans Portemonnaie, dem Arbeiter der das meiste in den Staatssäckel füllt. Der oberste europäische Banker, Monsieur Trichet verbreitet Zweckoptimismus, aber er wird seinem Namen gerecht. Tricher= trixen.
Schlimmer aber, man sollte die Geschichte im Auge behalten. 1929 sprangen die Börsianer in New York aus dem Fenster. Doch die Geldgier wird die Sucht mit dem bailout von 2008 nicht heilen. 1933 kam dann in Deutschland der Rattenfänger und versprach das Ende der Zinswirtschaft. Millionen jubelten ihm zu. Das war das Ende der Gewerkschaftsbewegung. Die Deutsche Arbeitsfront war fortan das Maß aller Dinge. Daran hat sich im Wesen bis heute nicht viel geändert.
Umso wichtiger ist aber daß sich die Arbeiterklasse organisiert, nicht durch Vereinsmeierei, sondern wirkungsvoll durch einen Zusammenhalt der natürlichen Klassenlage. Den gesamten Beitrag lesen »
Massenarmut, verschärfter Druck auf Erwerbslose, Arbeitszwang …und wie wir uns dagegen wehren können
Info- und Diskussionsveranstaltung in Frankfurt am Main Referent: Frank Jäger (Tacheles e.V., Wuppertal)
Vor 5 Jahren gingen hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die umfassenden „Reformen“ der Sozialgesetzgebung zu protestieren, die dann als „Hartz-Gesetze“ bekannt wurden. Seitdem sind Millionen Betroffene in die Armut abgerutscht, rund 600.000 arbeiten in „Ein-Euro-Jobs“ und gerade in letzter Zeit wurde die Praxis der Arbeitsagentur im Umgang mit ihren „Kunden“ noch deutlich verschärft.
Wir versuchen in dieser Veranstaltung
- die Entwicklung der letzten 5 Jahre nachzuzeichnen,
- die Auswirkungen der Hartz-Gesetze in einen Gesamtzusammenhang zu stellen,
- Die Verschärfungen der letzten Zeit und die Umstrukturierung der Arbeitsagenturen aufzuzeigen,
- Die Praxis der „Arbeitsgelegenheiten“ unter die Lupe zu nehmen,
- zu diskutieren, wie man sich gegen Schikanen, Kürzungen und Zwangsarbeit wehren kann
- und welche Perspektive für Selbstorganisation und Widerstand Erwerbsloser es gibt.
Ebenfalls in diesen Zusammenhang gehört der Trend zu ungesicherten Beschäftigungsverhältnissen und Jobs von denen auch in Vollzeit zunehmend viele Menschen nicht mehr leben können. Agenda 2010 und Hartz-Gesetze hatten und haben eindeutig in dieser Hinsicht eine verheerende Rückwirkung auf den „ersten Arbeitsmarkt“.
Für uns stellt sich heute auch die Frage, wie Menschen mit und ohne Lohnarbeit oder zu viel davon, Prekäre, Minijobber, in Scheinselbständigkeit oder Schwarzarbeit gedrängte ArbeiterInnen sich gemeinsam gegen Ausbeutungsverhältnisse und Ämterstress wehren können.
Zeit: Freitag 31. Oktober um 20 Uhr
Ort: SIKS, Koblenzer Str. 9 (nahe Galluswarte), Frankfurft a. M.
Veranstaltet von: IWW-Ortsgruppe Frankfurt/Rhein-Main