Bosse feuern 17 Fahrer wegen Organisierung einer IWW LKW-Gewerkschaft in North Carolina
Sie alle fahren als Scheinselbständige “Sub-Unternehmer” für den größten Papier- und Holz-Produzenten der Welt, Weyerhaeuser. Der Konzern hat laut wikipedia im Jahr 2008 einen Umsatz von über 16 Mrd. Dollar gemacht und weltweit offiziell über 45.000 Angestellte. Er wurde - das nur nebenbei - von einem deutschen Auswanderer gegründet.
Wir dokumentieren im Folgenden den Brief eines IWW-Organizers an alle Wobblies und Freunde. Darin schildert er die Organisierungsbemühungen der IWW unter Fahrern von Weyerhaeuser. Wie auch in Deutschland (etwa im Paket-Zustell-Gewerbe) werden die Fahrer von Weyerhaeuser als Scheinselbständige in unterprivilegierter Stellung gehalten, obwohl sie eigentlich vollkommen abhängig von einem Auftraggeber sind.
Die IWW United Truckers Union braucht unsere Unterstützung: Wir bitten um Spenden!
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Wir dokumentieren einen Beitrag aus der marxistischen Zeitschrift Perspektiven vom Januar 2009.
Philipp Probst ruft die militanten und kreativen Kämpfe der revolutionären Gewerkschaft der IWW zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Erinnerung.
Die Organisierung migrantischer, ungelernter und weiblicher ArbeiterInnen ist bis heute ein inspirierendes Beispiel klassenkämpferischer Gewerkschaftspraxis. [Allerdings endet die IWW-Geschichte bei ihm leider in den 1930er Jahren, womit er teilweise zu Unrecht der “offiziellen” marxistisch-leninistischen Geschichtsschreibung folgt. - Anm. Stuhlfauth] Den gesamten Beitrag lesen »
Hinter den Kulissen das Filmtheaters Babylon Berlin Mitte wird um bessere Arbeitsbedingungen gerungen
Wir dokumentieren eine Pressemittleilung des Betriebsrats vom 19. Januar 2009 über die unhaltbaren Zustände in dem Subventionsbetrieb am Rosa-Luxemburg-Platz:
Guter Hoffnung, voller Optimismus und Tatendrang haben sich vor wenigen Wochen die Beschäftigten des Filmtheaters *Babylon Berlin Mitte* zusammengefunden, um mit der Wahl eines Betriebsrats einen großen Schritt in Richtung Verständigung mit der Betriebsleitung zu tun. Dies schien allen Beteiligten dringend nötig; auch in der Öffentlichkeit waren im vergangenen Jahr die schlechten Arbeitsbedingungen im beliebten Kino Babylon in Berlin Mitte bekannt geworden, denn im Arbeitsgerichtsprozess eines ehemals vom *Babylon Berlin Mitte* Beschäftigten wurde offenbar, wie die Geschäftsleitung nach Gutsherrenart mit den Beschäftigten umspringt:
Miserable Löhne, unbegründete Kündigungen und eine Atmosphäre in der keiner, der seinen Job behalten will, es wagt um Urlaub zu bitten, prägen das Arbeitsklima. Den gesamten Beitrag lesen »
Eine IWW-Resolution zum Gaza-Krieg, verabschiedet am 15. Januar 2009.
Die Internationale Solidaritäts-Kommission (ISC) der Industrial Workers of the World (IWW) verurteilt die militärischen Angriffe des israelischen Staates und der Armee auf 1,5 Millionen palästinensische Menschen, die im Gaza-Streifen leben, aufs Schärfste.
Diese Angriffe beinhalteten fortgesetztes und wahlloses Flächenbombardement städtischer Zentren, Schulen, Moscheen, Krankenhäuser und weiterer ziviler Infrastruktur. Hunderte Zivilisten sind getötet und verletzt worden, Wohnhäuser wurden zerstört.
Diese Attacken stellen eine Form kollektiver Bestrafung gegen die Menschen in Gaza durch den israelischen Staat dar. Diese Angriffe gegen die Menschen in Gaza sind barbarisch und stellen einen Angriff auf die Arbeiterklasse in allen Ländern dar. Den gesamten Beitrag lesen »
Weil Ihnen die letzten Tarifabschlüsse ihrer Gewerkschaft NGG gewaltig gestunken haben, sind zahlreiche Kollegen bei Eurest in Frankfurt der IWW beigetreten.
Eurest ist ein europaweit agierender Catering-Konzern, der nach eigenen Angaben 8.400 Mitglieder in 700 Kantinen beschäftigt und die Nr. 1 in Deutschland für Betriebsgastronomie ist. Eurest gehört zur Compass Group.
Die Beschäftigten einer Eurest-Kantine der Commerzbank in Frankfurt a.M. bilden neuerdings eine IWW-Betriebsgruppe. In der der ersten Ausgabe ihrer Flugschrift “Berichte und Standpunkte” (download als pdf) schreiben sie warum:
Nachdem bereits in den letzten Jahren die Tarifabschlüsse zwischen der Gewerkschaft NGG und der Eurest Deutschland GmbH immer eine Verschlechterung des Reallohnes bedeuteten, wurde mit dem Tarifabschluss zum 1. Dezember 2008 noch einmal nachgelegt.
Ein Abschluss von 2,7 Prozent entspricht bei weitem nicht dem, was nötig gewesen wäre, um auch nur die Inflation auszugleichen. Weiter wurde beschlossen, das Essen für die Beschäftigten um 30 Cent pro Tag zu verteuern. Doch damit nicht genug, wurde auch noch eine tarifliche Öffnungsklausel beschlossen. Das war für die Kolleginnen bei Eurest in der Commerzbank Kleyerstr. zuviel.
Die Mehrheit der Beschäftigten erklärte am 3.11.08 ihren Austritt aus der Gewerkschaft NGG und wurde Mitglied in der internationalen Basisgewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW). Sie wollen nun ihre Vertretung selbst in die Hand nehmen. Zugleich ist ihnen bewusst, dass sie nun nicht mehr auf einen aufgeblähten Apparat von Hauptamtlichen zurückgreifen können. Da sie sich von denen aber verkauft fühlen, können sie das verschmerzen.