Catering-Kette Eurest erhält vor Gericht Dämpfer und muß zwangsweise Freistellungen zurücknehmen
Der Betriebsrat in der Eurest-Kantine des Kölner Ford-Entwicklungswerk siegt vor Gericht. Die Anwesenheit der Presse und eine Flugblatt-Aktion der Kölner IWW vor den Werkstoren am 29. April 2009 dürften ihren Teil beigetragen haben, dass Personalleiter Kukulies und der Eurest-Rechtvertreter Löffler unruhig auf ihren Stühlen rutschten und die Richterin Schmitz-DuMont mit vage formulierten Andeutungen “Man befinde sich in einem Prozess der Klärung mit den drei Betriebsratmitgliedern” sichtlich nervten.
Ein konkretes, belastbares, schriftliches Angebot konnten sie nicht vorlegen. Um ein Urteil zu vermeiden, zogen sie von sich aus eine an den Haaren herbei gezogene Abmahnung gegen die Betriebsratsvorsitzende zurück und erklärten sich bereit, deren Zwangsfreistellung ab dem 2. Juni 2009 zu beenden.
Weitere Infos - “junge welt”-Bericht vom 28. Mai 2009:
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Wobblies aus der Alpenrepublik haben sich zu einer General Membership Branch (Allgemeine Ortsgruppe) zusammen getan.
Unsere österreichischen KollegInnen haben auch schon eine eigene Website auf die Beine gestellt. Ihr Statement zur Gründung findet ihr hier: website iww austria
Samstag 6. Juni 2009 um 14:30 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße), Koblenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte) , Frankfurt am Main
Referent: Harald Stubbe (IWW, Betriebsrat bei Eurest)
Gerade im Zuge der Wirtschaftskrise verschärft sich zunehmend der Umgang mit den Beschäftigten in zahlreichen Betrieben, werden betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen, Leute dazu genötigt, unbezahlte Überstunden zu leisten und alle möglichen Schikanen in Kauf zu nehmen. Angst um den Job und mangelndes Wissen über die eigenen Rechte im Betrieb führen häufig dazu, sich von Chefs und Vorgesetzten Dinge gefallen zu lassen, die rechtlich fragwürdig oder schlicht illegal sind. Die steigende Anzahl von Betrieben ohne betriebliche Interessenvertretung der Lohnabhängigen und die Zunahme ungesicherter und „flexibilisierter“ Beschäftigungsverhältnisse verstärken diesen Trend der Entrechtung.
Daher wollen wir in lockerer Folge uns selbst und weitere interessierte TeilnehmerInnen über rechtliche Voraussetzungen und praktische Handlungsmöglichkeiten in Konflikten am Arbeitsplatz informieren, um handlungsfähig zu werden, Selbstvertrauen zu stärken und solidarisches Handeln zu ermöglichen. Den gesamten Beitrag lesen »
Beschäftigte französischer Energiekonzerne kämpfen mit Strom- und Gasabschaltungen gegen Dumpinglöhne. Regierung spricht von»Sabotage«
Von Jörn Boewe, jW 16. Mai 2009
Der Protest gegen Dumpinglöhne bei den französischen Energiekonzernen Electricité de France (EDF) und Gaz de France (GDF) gewinnt an Fahrt. Nachdem am Donnerstag abend Dutzende Mitarbeiter die Zentrale des französischen Gasversorgerverbands Unemig in Paris gestürmt und die Polizei 74 von ihnen vorübergehend festgenommen hatte, versammelten sich am Freitag nachmittag mehrere hundert Anhänger der Gewerkschaften CGT und SUD zu einer Protestkundgebung vor dem Unemig-Sitz.
Die Chefin der kommunistischen Partei, Marie-George Buffet, forderte die Regierung in einem Brief an Premierminister François Fillon auf, sich für ernsthafte Verhandlungen einzusetzen. Die Verweigerungshaltung des Managements gegenüber den Forderungen der Beschäftigten sei »nationaler Unternehmen, in denen der Staat immer noch Hauptaktionär ist, unwürdig«, heißt es in dem am Freitag u. a. von der Tageszeitung Le Figaro zitierten Schreiben. Den gesamten Beitrag lesen »
Die Aguilas Negras (Schwarze Adler) bedrohen am Vorabend des 1. Mai 2009 Funktionäre der Gewerkschaft Sinaltrainal, die sich in Verhandlungen mit Nestlé Colombia befinden.
Kolumbien ist seit Jahren das weltweit gefährlichste Land für Gewerkschafter. Rechtsextreme Terror-Gruppen und Paramilitärs führen in offensichtlicher Arbeitsteilung mit der Regierung einen Kampf gegen Gewerkschaften und demokratische Initiativen.
Bericht vom 1. Mai 2009 auf >>visions of labor<<