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29. Juni 2009

Kino Babylon Berlin: Kampf um Tarifvertrag

Kino-Arbeiterinnen einer FAU-Betriebsgruppe kämpfen um mehr Geld und bessere Arbeitsbedinungen. Es geht auch um die Freiheit der gewerkschaftlichen Selbstorganisation in Deutschland

Die Geschäftsführer des hochsubventionierten Arthouse-Kinos am Rosa-Luxemburg-Platz weigern sich, einen Tarifvertrag zu verhandeln, weil sie die Gewerkschaft FAU als nicht tariffähig einstufen. Skurriler Weise begründen sie diese Haltung auch mit der Erwähnung der Freien ArbeiterInnen Union im Verfassungsschutzbericht.

Seit Anfang Juni 2009 sind daher die Kino-ArbeiterInnen im Babylon-Kino und ihre Gewerkschaft im verschärften Konflikt mit der Geschäftsleitung des Babylon. Unruhe gibt es in dem Laden allerdings schon seit über einen Jahr. Am 25. Juni 2009 führte die FAU-Berlin eine Protest-Kundgebung mit ca. 60 Personen vor dem Kino durch.

Berliner Filz - Woher kommen die Babylon-Subventionen? Den gesamten Beitrag lesen »

Sport und Markt: Mini-Jobber sind keine Tagelöhner

Marktforschungsunternehmen setzt Mini-Jobber und StudentInnen für den gesamten Juli 2009 frei. IWW informiert Beschäftigte über Rechte

Die Wirtschaftskrise hat eine Flaute bei der TV-Werbung zur Folge. Die Firma “Sport und Markt” wertet in Köln die Reichweite der Werbung im Fernsehen, z.B. bei Sportübertragungen, aus. In einer unverschämt knappen E-Mail wurden die Angestellten im Juni informiert, dass sie im Juli ohne Geld da stehen sollen. Rechtlich unhaltbar und vom Stil her feudalistisch, so als würde der Großgrundbesitzer ein paar Tagelöhner vom Acker schicken.

Wir dokumentieren Flugblatt der IWW Köln, verteilt am 29. Juni 2009:  Den gesamten Beitrag lesen »

23. Juni 2009

Joe Hill und die Erschaffung einer revolutionären Gegenkultur

Eine Buchbesprechung von Loren Goldner: Franklin Rosemont: Joe Hill. The IWW and the Making of a Revolutionary Workingclass Counterculture. Chicago, Charles H. Kerr, 2003.

Der Text ist in deutscher Übersetzung bereits 2004 in der Zeitschrift Wildcat Nr. 70 erschienen. Besonders lesenwert sind die letzten Abschnitte, denn sie thematisieren ein allgemeingültiges Problem im Umgang mit revolutionärer Geschichte: Die Romantisierung, die mangelnde Fähigkeit, Schwächen der (eigenen) Organisationen und wirtschaftlich-politische Ursachen für deren Niedergang zu analysieren. Wir posten diesen lesenwerten Artikel, der weit über eine Buchbesprechung hinaus geht und viel treffendes über die IWW der Jahre 1905-1924 sagt, anlässlich des Todes von Franklin Rosemont:

Ein schönes Buch ist »Joe Hill« von Franklin Rosemont in vielerlei Hinsicht. Den gesamten Beitrag lesen »

22. Juni 2009

Eurest-Frankfurt: Arbeit bis zum Umfallen (6.30 - 23 Uhr)?

Gewerkschaft IWW erstattet Anzeige gegen EUREST-Küchenleitung im IBC / Deutsche Bank in Frankfurt a.M.

Pressemitteilung vom 19. Juni 2009
Im Deutsche-Bank-Gebäude IBC (Investment Banking Center), Theodor Heuss-Allee 72 (2.
Stock) sollte am Freitag den 19.06.2009 von 6:30 bis 23 Uhr gearbeitet werden.
Kantinenmitarbeiter des Catering-Konzerns EUREST arbeiten dort regelmäßig über alle
gesetzlichen Arbeitszeitbestimmungen hinaus bis zu 16 Stunden am Tag.

Maximal 10 Stunden wären jedoch nur zulässig. Die Mitarbeiter, die teilweise aus
anderen Orten zur Arbeit anreisen, haben damit Arbeitszeiten, die nicht nur
unmenschlich und gesundheitsgefährdend sind, sondern auch illegal. Den gesamten Beitrag lesen »

17. Juni 2009

Pilotabschluss im deutschen Einzelhandel: Neue Bescheidenheit

Vier Nullmonate und angeblich 3,5 Prozent mehr Gehalt. Tatsächlicher Einkommenszuwachs nur knapp über Teuerungsrate von 2008  von Jörn Boewe, erschienen in der Tageszeitung junge Welt, 12. Juni 2009

In der seit Anfang Mai laufenden Tarifrunde im Einzelhandel haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Unternehmer in Nordrhein-Westfalen auf einen Abschluß geeinigt. Wie beide Seiten am Donnerstag bekanntgaben, sollen die 440 000 Angestellten im Bundesland ab September 2009 zwei Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen. Eine weitere Anhebung um 1,5 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 150 Euro ist zum 1. September 2010 geplant. Weitere 150 Euro stehen den Beschäftigten für das Jahr 2011 im Rahmen eines separat vereinbarten Tarifvertrags als nicht tabellenwirksame, einmalige Vorsorgeleistung zu. Der Tarifabschluß tritt rückwirkend zum 1. Mai in Kraft und läuft über 24 Monate.

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