We are the union! – IWW Organizing in der Praxis

Die IWW Jimmy John’s Workers Union – gewerkschaftliche Selbstorganisation im 21. Jahrhundert.

Veranstaltungstour der deutschsprachigen Wobblies im Juni 2012.

Was können wir von den amerikanischen Wobblies lernen und übernehmen?

Warnwesten und Trillerpfeifen, Verhandlungen zwischen Männern in Anzügen, Bratwurst und Blasmusik: Wer an Gewerkschaften denkt, hat schnell solche Bilder im Kopf. Kein Wunder: Der Mief der großen Gewerkschaftsverbände erreicht selten all die, die sich in Cafés, Callcentern, Leiharbeitsklitschen, Supermärkten, in der Pflege oder der eigentlich ganz netten sozialen Einrichtung kaputt und unglücklich jobben. Bleibt nur, sich die Gewerkschaft selber zu machen.

Für Juni 2012 haben wir zwei IWW-Kollegen aus Minneapolis-St.Paul (USA)  auf eine Tour durch Deutschland und Österreich eingeladen. Sie werden uns erläutern, wie die es die Wobblies in den USA geschafft haben, im einem schwierigen Bereich wie der Systemgastronomie Kolleg_innen zu organisieren.

Die Jimmy John’s Workers Union (JJWU) ist nach zwei Jahren intensiver und beharrlicher Vorbereitung Anfang September 2010 mit den Belegschaften von 9 Filialen der Sandwichkette Jimmy John’s an die Öffentlichkeit gegangen. Sie konnte durch eine kombinierte Taktik aus direkten Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und gerichtlichem Vorgehen zahlreiche Verbesserungen in Lohn, Sozialleistungen und Arbeitsbedingungen erkämpfen. Dabei profitierte die JJWU von den Erfahrungen der IWW Starbucks Workers Union seit 2004.

Wir haben Erik und Micah eingeladen, uns die IWW Jimmy Johns Workers Union vorzustellen, weil wir hoffen, dass wir viel davon lernen können. Wir wollen einen Impuls zur Organisierung am Arbeitsplatz geben – auch und gerade in scheinbar schwierigem Umfeld. Die Zeit ist reif dafür.

Eine andere Art von Gewerkschaft ist nötig!

Jimmy John’s Workers on Tour

Freitag, 8. Juni , Köln – 19.00 Uhr im AZ-Kalk, Wiersbergstr. 44,

Dienstag, 12. Juni, Bremen – 20:00 Uhr im Paradox, Bernhardstr. 12

Mittwoch, 13. Juni, Hamburg – 19:00 Uhr, Centro Sociale, Sternstr. 2 (Veranstalter: IWW zusammen mit FAU Hamburg)

Freitag, 15. Juni, Rostock – 20 Uhr im Café Median, Niklotstraße 5.

Dienstag, 19. Juni, Berlin – 19:00 Uhr im FAU-Lokal, Lottumstr. 11, 10119  (Veranstalterin: FAU-Berlin)

Donnerstag, 21. Juni, Rosenheim – 19:30 Uhr im Z, Innstr. 45 a (Gemeinsame Anfahrt von München Hbf: 18:13)

Freitag, 22. Juni, Wien – 19:00 (Einlass 18:00) Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8

Interne Organizer-Trainings

In vier Wochenend-Trainings werden Micah und Erik deutschsprachige Wobblies und befreundete Syndikalist_innen in Konzept, Strategie, Technik des Wobbly Style Organizing weiter bilden.

Köln: Sa. 9. / So. 10. Juni 2012
Anmeldung/Kontakt: per E-Mail

Rostock: Sa. 16. / So. 17. Juni 2012
Anmeldung/Kontakt: per E-Mail

Wien: Sa. 23. / So. 24. Juni 2012
Anmeldung/Kontakt: per E-Mail

Berlin: Sa. 30. Juni / So. 1. Juli 2012
Anmeldung/Kontakt: per E-Mail

(Es sind noch wenige Plätze frei. Interessent*innen fragen bitte per email (Klick auf “per E-Mail) in den jeweiligen Städten an.)

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EXTRA WORKSHOP IN FRANKFURT a. M. !!!

Frankfurt: Sa. 22./ So. 23. September 2012
Anmeldung/Kontakt: harald.stubbe{at]yahoo.de

 

Mehr Infos:

Die Veranstaltungsreihe wird von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt gefördert.

Wobblies und radikale deutsche Bierbrauer in den USADie vergessene Geschichte des Organizing – Wobblies und radikale deutsche Bierbrauer in den USA

4 Kommentare

  1. pow sagt:

    In Rostock war die Veranstaltung mit etwa 30 Leuten ganz gut besucht. Der Vortrag war spitze und das Feedback dementsprechend. Die Diskussion war sehr lebhaft und Occupy wurde auch zum Thema gemacht. ;)
    Der eigentlich spannende Teil war aber der Workshop am Sa und So, wir waren nur wenige Leute aber haben sehr viel mitgenommen. Wir werden Vieles von dem ganz sicher anwenden können.
    Ich denke es ist wichtig das wir öfter dieses Training mit unseren Mitgliedern veranstalten. Daran weiter feilen und speziell für unsere Verhältnisse vor Ort verändern. Die Wobblies aus den Staaten haben aber schon gut Einen vorgelegt. Lasst uns nachziehen!

  2. Abraxas sagt:

    Schöner Auftakt in Köln

    • cgn01 sagt:

      Zu der 1. Veranstaltung mit Micah und Eric in Köln kamen ca. 30 Leute ins AZ – trotz sommerlichem Wetter und EM-Auftakt. Die beiden haben die Veranstaltung sehr gut auf deutsch bestritten, obwohl sie erst seit wenigen Stunden im Land waren. Coole Sache.

      Der Organizing-Workshop am Wochenende war intensiv und sehr lehrreich. Ich bin gespannt, wie der Wobbly-Ansatz in Deutschland in Zukunft Wirkung entfalten wird.

  3. Abraxas sagt:

    Erst wenn die letzte Küchenhilfe in die Suppe gerozt hat, Erst wenn der letzte Kunde Dünnschiß bekommt, werden sie lernen, daß man Menschen nicht ausbeuten darf*

    * Weissagung der Küchenindianer