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Juni 1st, 2010

Freizügigkeit in Europa – die Realität(update)

Südlich des Münchner Hauptbahnhof. Hotels, Sexshops und vor allem unzählige Läden von MigrantInnen. Leute verschiedenster Herkunft wuseln durcheinander und alle denkbaren Sprachen sind zu hören. Es geht bunt zu.

Wer dort durch die Straßen zieht bemerkt hier und da kleine Grüppchen von Leuten stehen. Nachts schlafen sie in einschlägigen Pensionen und immer wieder auch in Parks. Anders als manche vermuten handelt sich dabei nicht um Drogendealer oder Stricher. Es sind Menschen auf Arbeitssuche, die von der EU-Freizügigkeit Gebrauch machen wollen. Eine Mitschrift der Münchner „Initiative Zivilcourage“ eines Gespräches dokumentiert deren Realität.

Die “Initiative für Zivilcourage” ist ein Zusammenschluss verschiedenster Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen. Ziel ist  “das Leben für alle Menschen selbstbestimmt, lebenswert und frei von Ausgrenzung und Ausbeutung zu gestalten.” Fälle von Lohnbetrug vor Gericht bekämpfen, Formulare ausfüllen, Unterkunft für Menschen finden und ähnliche konkrete Arbeit findet in dieser gemischten Gruppe statt.

Ein Gespräch mit türkischen Bulgaren in München über ihre Situation wurde in diesem Rahmen öffentlich. Es gibt sehr konkreten Einblick in deren Alltag. Solidarität und gewerkschaftliches Engagement ist besonders in diesem Bereich notwendig. Das Gespräch sei daher ohne weitere Bearbeitung hier dokumentiert.

Alltag von EU Bürgern in München

Update: In einem der Wohnheime, in denen einige der Leute Unterkunft fanden, gab es am 1.6. einen Großeinsatz der Polizei mit 200 Polizisten, die alle Zimmer durchsuchten. Der Einsatz dauerte den ganzen Tag(6:00 - 16:00 Uhr). 

Posted by muenchen01 in allgemein, regional: münchen

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