Tag Archiv für Arbeiterrechte

Spanien: Freiheit für Laura!

Sekretärin der CGT in Barcelona unter fadenscheinigen Gründen inhaftiert / Spanischer Staat geht nach Generalstreik gegen Gewerkschaften vor

[Der folgende Artikel ist auf der Website der IWW Rostock erschienen.]

Die Sekretärin der CGT Barcelona, Laura Gomez, ist seit dem 24. April 2012 in Haft.

Anlässlich der Krise und der von der Regierung, EU, IWF und der EZB geplanten Sparmaßnahmen, die auf dem Rücken der Lohnabhängigen ausgetragen werden sollten, fand am 29. März 2012 in ganz Spanien ein Generalstreik statt.

Schon im Vorhinein wurde seitens der konservativen Regierung und der postfaschistischen Repressionsorgane Druck auf Gewerkschaften und Aktivist_innen der Linken ausgeübt.

Wenige Tage danach kündigten verschiedene rechtskonservative Funktionäre der PP (konservative Partei) Repressalien gegen die anarchosyndikalistischen Gewerkschaften CGT (Confederación General del Trabajo) und CNT (Confederación Nacional del Trabajo) an.

Große Beteiligung am Generalstreik Weiterlesen

Leiharbeit / Zeitarbeit: KeineR will – viele sollen.

Rechte kennen und durchsetzen ! Kurzinformationen für Arbeiter_innnen, die von Leiharbeit betroffen sind oder Arbeitslose, denen von Amts wegen Leiharbeit droht

Zusammengestellt von der IWW Bremen. Der Text datiert auf März 2012 und ist auch als Faltblatt per pdf abrufbar.

Im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde die Leibeigenschaft bereits 1433 offiziell aufgehoben; im Königreich Hannover erst 1833. Über die exakte Abgrenzung zwischen Leibeigenschaft und Sklaverei streiten sich seither die Gelehrten. Die sog- "Leiharbeit" beginnt in Deutschland ab 1967, einen Boom erlebt sie durch die Hartz-Gesetze ab 2003.

Hinlänglich bekannt sind viele Fakten über die Leiharbeit: Es gibt wenig Lohn, meistens dauert das Arbeitsverhältnis nur wenige Wochen, wird mensch in der Probezeit krank ist die Entlassung sicher. Aber dennoch, die Presse jubelt Zeitarbeit als “Jobmotor” hoch und die meisten von der Arbeitsagentur und den Jobcentern zugewiesenen Stellen sind Jobs in der Leiharbeit.

Fast eine Million Menschen jobben als LeiharbeiterIn. Inklusive der enormen Wechsel, dürften 2 Millionen Menschen diese Ausbeutungsmühle jedes Jahr durchlaufen. Die meisten nicht freiwillig, denn die Zuweisung auf einen Job bei einer Verleihfirma durch das Jobcenter ist damit verbunden, dass eine Sanktion bei unbegründeter Ablehnung fällig wird.

Seit 2012 gibt es in der Leiharbeit einen Mindestlohn. Dieser wird angepriesen als angebliche Verhinderung der Ausbeutung. Dies ist aber eindeutig falsch, für 98 Prozent der LeiharbeiterInnen ändert sich gegenüber den bisher abgeschlossenen Tarifen nichts. Ausserdem hat es zum 1.12.2011 einige Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes gegeben.

Daher diese Kurzinformationen, die einen Anhalt für Rechtsansprüche für mehr Geld oder für die Vermeidung von Sanktionen geben können. Weiterlesen

400 Euro Jobs – Rechte haben und durchsetzen!

Kurzinformationen zu Deinen Rechten im MiniJob

Die IWW Regionalgruppe Bremen hat einen Flyer mit nützlichen Tipps und Hiweisen für Mini-Jobber_innen erstellt, den ihr hier (als pdf) herunter laden könnt.

Fußball-WM: DHL spielt Foul

Zwei internationale Gewerkschaftsverbände werfen WM-Sponsor DHL schmutziges Spiel mit Arbeiterrechten vor

Die DHL ist ein Groß-Sponsor der Weltmeisterschaft im Frauenfußball. Wir dokumentieren eine Presseerklärung der Internationalen Transportarbeiter Föderation (ITF). Darin wird das Verhalten der Post-Tochter DHL gegenüber ArbeiterInnen in Kanada, Kolumbien, Norwegen, den USA scharf kritisiert.

Wir distanzieren uns allerdings von der untertänigen Formulierung, mit der deutsche Verhältnisse bei DHL gut geheißen werden, die vermutlich vom tönernen Riesen ver.di lanciert wurde (Zitat: “Was DHL in Deutschland an vorbildlicher Betriebsführung leistet, lässt es in anderen Ländern dramatisch vermissen”). Was außderdem fehlt ist die logistische Abwicklung von Kriegseinsätzen im Irak und Afghanistan, die von deutschen Kampagnen seit Jahren angegriffen wird (Deutsche Heeres Logistik).

Pressemitteilung der ITF vom 24. Juni 2011:

Zwei internationale Gewerkschaften zeigen Deutsche Post/DHL die rote Karte. Eine Kampagne wird das Engagement des Konzerns als Sponsor der Frauenfußball-WM, die vom 26. Juni bis zum 17. Juli in Deutschland stattfindet, kritisch begleiten.  Weiterlesen