Tag Archiv für Bremen

Bremer Wobblies mit neuem Büro

IWW Bremen zusammen mit Hafengewerkschaft und Erwerbslosenverband

Am 4. Februar 2013 eröffnete der Bremer Erwerbslosenverband, die Fachgewerkschaft Seehäfen – contterm – und die IWW Gruppe Bremen (wobblies) eine neue Anlaufstelle, Gruppenzentrum und gemeinsames Beratungsbüro in der Neustadt, Hohentorsheerstr. 24 / Ecke Lahnstraße.

Die Kollegen und Kolleginnen schreiben zu diesem freudigen Ereignis:

Gewerkschaften und Erwerbslosenverband gemeinsam, mit ihren jeweiligenBeratungen, sind ein inhaltlich sinnvolles, sich ergänzendes Angebot. Weiterlesen

Taxi-Fahrer_innen bewegen sich

Selbstorganisation und lokale Basisgewerkschaften entstehen in Kassel, Berlin, Bremen, Hamburg, Würzburg

In Kassel gibt es seit seit September 2012 eine kleine Weltneuheit zu besichtigen: Der neu gewählte Betriebsrat des Taxi-Team Kassel (derzeit 28 Fahrzeuge, ca. 45 abhänging Beschäftige) hat eine Website, die gleichermaßen von den Logos der IWW und ver.di geziert wird (Siehe hier). Denn in dem Gremium sind Mitglieder beider Gewerkschaften vertreten und diese arbeiten offensichtlich konstruktiv an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Was im Büro von ver.di-Chef Frank Bsirske, einem erklärten Feind kleiner, unabhängiger Gewerkschaften, vielleicht für Magengrummeln sorgt, kann an der Basis durchaus gelingen: Solidarität und Einigkeit im Sinne der Arbeitenden über Organisationsgrenzen hinweg. Weiterlesen

Leiharbeit / Zeitarbeit: KeineR will – viele sollen.

Rechte kennen und durchsetzen ! Kurzinformationen für Arbeiter_innnen, die von Leiharbeit betroffen sind oder Arbeitslose, denen von Amts wegen Leiharbeit droht

Zusammengestellt von der IWW Bremen. Der Text datiert auf März 2012 und ist auch als Faltblatt per pdf abrufbar.

Im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde die Leibeigenschaft bereits 1433 offiziell aufgehoben; im Königreich Hannover erst 1833. Über die exakte Abgrenzung zwischen Leibeigenschaft und Sklaverei streiten sich seither die Gelehrten. Die sog- "Leiharbeit" beginnt in Deutschland ab 1967, einen Boom erlebt sie durch die Hartz-Gesetze ab 2003.

Hinlänglich bekannt sind viele Fakten über die Leiharbeit: Es gibt wenig Lohn, meistens dauert das Arbeitsverhältnis nur wenige Wochen, wird mensch in der Probezeit krank ist die Entlassung sicher. Aber dennoch, die Presse jubelt Zeitarbeit als “Jobmotor” hoch und die meisten von der Arbeitsagentur und den Jobcentern zugewiesenen Stellen sind Jobs in der Leiharbeit.

Fast eine Million Menschen jobben als LeiharbeiterIn. Inklusive der enormen Wechsel, dürften 2 Millionen Menschen diese Ausbeutungsmühle jedes Jahr durchlaufen. Die meisten nicht freiwillig, denn die Zuweisung auf einen Job bei einer Verleihfirma durch das Jobcenter ist damit verbunden, dass eine Sanktion bei unbegründeter Ablehnung fällig wird.

Seit 2012 gibt es in der Leiharbeit einen Mindestlohn. Dieser wird angepriesen als angebliche Verhinderung der Ausbeutung. Dies ist aber eindeutig falsch, für 98 Prozent der LeiharbeiterInnen ändert sich gegenüber den bisher abgeschlossenen Tarifen nichts. Ausserdem hat es zum 1.12.2011 einige Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes gegeben.

Daher diese Kurzinformationen, die einen Anhalt für Rechtsansprüche für mehr Geld oder für die Vermeidung von Sanktionen geben können. Weiterlesen

Lernmesse – lokales M31-Bündnis protestiert in Bremen

Am 1. März 2012 störten ca. 50 Aktivist*innen den Betrieb einer Werbeverantstaltung der Arbeitslosen-Bearbeitungs-Industrie in Bremen. Darunter auch Bremer Wobblies.

„Die Ansage der Lernmesse ist eindeutig: Für alle die, die es bisher nicht geschafft haben einen Job zu finden oder sich in miesen, schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen befinden, gibt es endlich eine Lösung: Weiterbildung!“ so Monica Bauer vom Bremer „M31“-Bündnis in ihrer Rede auf der Lernmesse.

„Die soziale Wirklichkeit wird so auf den Kopf gestellt. Zum x-ten Mal wird das alte Märchen erzählt, dass wer sich nur wirklich anstrenge – oder weiterbilde – auch wirklich alles erreichen könne. Tatsächlich bedeutet dies für die meisten aber nur das Abrackern in noch niedriger bezahlten Jobs oder den schikanösen Bezug von ALG.“

Mehr Infos auf der Website der IWW Bremen.

Protest gegen Zeitarbeitsmesse in Bremen

Sicherheitsfirma greift AktivistInnen an

In der Waterfront in Bremen-Gröpelingen fand am Samstag, den 21. Mai 2011 die 12. Zeitarbeitsmesse unter dem Motto „Arbeit mit Zukunft“ statt. Um ihre grundsätzliche Ablehnung der Zeitarbeit deutlich zu machen, versammelten sich dort circa 20 AktivistInnen aus verschiedenen linksradikalen und sozialpolitischen Gruppen. Mittels Flugblättern, Redebeiträgen und Transparenten wurden die BesucherInnen informiert. Weiterlesen