Tag Archiv für Buch

FW David Graeber auf Tour durch den Blätterwald

Der Anthropologe, Anarchist, Occupy-Aktivist und Wobbly findet breite Resonanz im bürgerlichen Feuilleton

[Eine kommentierte Zusammenstellung von Heiner Stuhlfauth. Sie muss nicht der Meinung der deutschsprachigen Wobblies entsprechen.]

Es fühlt sich merkwürdig an, wenn eine Genosse, der 2005 aus politischen Gründen als Dozent von der Elite-Uni Yale geschasst wurde, inzwischen Lob von solchen Leuten bekommt: Thomas Mayer, Chefökonom der Deutschen Bank, findet sein Buch sehr gut. Auch Gillian Tett ist begeistert, sie leitet die amerikanische Ausgabe der “Financial Times”. Und Frank Schirrmacher, einer der Herausgeber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, schreibt: “Eine Befreiung. Dies ist ein herrliches und hilfreiches Buch.” (Zitat Welt-Online)

Unser Kollge David Graeber verschafft den Industrial Workers of the World momentan Erwähnungen in Medien, zu denen wir bislang kaum Zugang hatten. Weiterlesen

IWW in Büchern und auf CD

Sam Dolgoff, David Graeber und die Industrial Metal Band “Vaiping”

Der Autor David Graeber (links im bedruckten T-Shirt) gilt im deutschen Feuilleton inzwischen als "Begründer", "Kopf" oder ähnliches der Occupy-Bewegung. Was natürlich barer Unsinn ist. Er arbeitet als Dozent und Buchautor.

Die Industrial Workers of the World tauchen in den letzten Monaten in diversen deutschsprachigen Publikationen auf.

David Graeber bei den Verlagen Peter Hammer, Bertelsmann und Klett-Cotta

Der New Yorker Wobbly David Graeber wird in einem riesigen Artikel der Businessweek (gehört dem Wallstreet-Mogul Bloomberg) als “Anti-Leader der Occupy-Wallstreet-Bewegung” vorgestellt. (Siehe businessweek vom 26. Oktober 2011). Unser Kollege ist demnächst mit gleich drei Publikationen auf dem deutschen Bücher-Markt vertreten:

Die Übersetzung der amerikanischen Originalausgabe von “Revolution in Reserve: Essays on Politics, Violence, Arts, and Imagination” ist nun unter dem Titel “Kampf dem Kamikaze-
Kapitalismus – Es gibt Alternativen zum herrschenden System” im Pantheon-Verlag erschienen (hier eine Rezension auf Perlentaucher.de). Weiterlesen

Freizeit und Faulheit trotz Volksfront und Revolution

Buchrezension: >>Gegen die Arbeit – über die Arbeiterkämpfe in Barcelona und Paris 1936-38<<

Hinweis: Der Beitrag enthält die persönliche Sicht eines Kollegen. Er entspricht nicht zwangsläufig der Position der IWW oder einer unserer Orts- oder Betriebsgruppen.


von Heiner Stuhlfauth, in gekürzter Form im November 2011 im ak # 566 erschienen.

Wer Geschichtsbücher zu Zwecken der Erbauung liest, kann durch die Lektüre dieser Untersuchung schwer verstört werden. Hier wird ein altes operaistisches wie situationistisches Axiom – die Arbeiter lieben die Arbeit nicht – anhand der revolutionären Volksfront in Katalonien 1936-1939 sowie der parlamentarisch-bürgerlichen Variante der gleichen Zeit in Paris sehr gewissenhaft nachgewiesen und mit einer Fülle von Material illustriert. Weiterlesen