Tag Archiv für Generalstreik

Am 14. November auf die Strasse!

Gegen Kapitalismus und EU  – Solidarität mit den Streikenden in Südeuropa

Am 14. November 2012 finden voraussichtlich Generalstreiks in mehreren europäischen Ländern statt, die von Wirtschaftskrise und Sparangriffen betroffen sind: Griechenland, Portugal, Spanien, Zypern und möglicherweise weitere Länder.

Wenn auch in wesentlich kleinerem Umfang, findet der Aktionstag auch in vielen Städten im deutschsprachigen Raum seinen Widerhall. Es werden Demonstrationen geplant, Flugblätter vor Werkstoren verteilt etc.

Wir dokumentieren einen solidarisch-kritischen Brief der IWW Bremen zum Aktionstag 14n. Die Kollgen weisen besonder auf die aktive Verstrickung der DGB-Gewerkschaften in nationale Standortpolitik, Lohndumping und Lissabon-Verträge hin:

Liebe KollegInnen der verdi Betriebsgruppe Werkstatt Bremen und andere Aufrufende zum Aktionstag 14n in Bremen!

Wir schätzen Euer Engagement zur Unterstützung der streikenden KollegInnen vor allem in Südeuropa. Wir halten es für richtig und notwendig sich europaweit gegen die Lohn- und Rentenkürzungen usw. nationaler Regierungen und der EU zur Wehr zu setzen. Wir werden daher für die Teilnahme zu der Demonstration am 14. November werben.

Allerdings werden wir den von Euch erarbeiteten Aufruf nicht unterstützen, Weiterlesen

Solidarität mit Laura Gómez und spanischen Arbeiter_innen

Das Internationale Solidaritätskomitee der Industrial Workers of the World verurteilt die Maßnahmen, welche von der katalanischen Polizei Mossos d’Esquadra ergriffen wurden.

Update: Laura wurde am 17. Mai 2012 unter Kautionsauflagen auf freien Fuß gesetzt und von ihrer Familie, Freunden und 500 CGT-Gewerkschafter_innen in Barcelona begeistert empfangen (Siehe Foto. Hier ein Bericht auf spanisch).

In Freiheit! Vor dem Gefängnistor von Wad Ras.

Laura Gómez, die Allgemeine Sekretärin der CGT-Barcelona wurde von den Mossos d’Esquadra unter fadenscheinigen Anschuldigungen inhaftiert, die der Grundlage entbehren. Es ist offensichtlich, dass wir es hier mit nichts anderem zu tun haben als einem Akt der Repression und Einschüchterung als Antwort auf die wachsende Mobilisierung von Arbeiter_innen in Spanien. Wir fordern die sofortige Freilassung von Laura Gómez und die Einstellung aller Anklagen.

Wir erklären uns mit der CGT-Barcelona,  Laura Gómez und der übrigen arbeitenden Klasse in Spanien solidarisch in ihrem fortdauernden Kampf gegen Polizeirepression und Arbeitsunrecht.

Solidarität für immer,
Internationales Solidaritätskomitee der Industrial Workers of the World.

Die Erklärung im englischen Original

Weitere Infos: http://www.wobblies.de/?p=1782

Spanien: Freiheit für Laura!

Sekretärin der CGT in Barcelona unter fadenscheinigen Gründen inhaftiert / Spanischer Staat geht nach Generalstreik gegen Gewerkschaften vor

[Der folgende Artikel ist auf der Website der IWW Rostock erschienen.]

Die Sekretärin der CGT Barcelona, Laura Gomez, ist seit dem 24. April 2012 in Haft.

Anlässlich der Krise und der von der Regierung, EU, IWF und der EZB geplanten Sparmaßnahmen, die auf dem Rücken der Lohnabhängigen ausgetragen werden sollten, fand am 29. März 2012 in ganz Spanien ein Generalstreik statt.

Schon im Vorhinein wurde seitens der konservativen Regierung und der postfaschistischen Repressionsorgane Druck auf Gewerkschaften und Aktivist_innen der Linken ausgeübt.

Wenige Tage danach kündigten verschiedene rechtskonservative Funktionäre der PP (konservative Partei) Repressalien gegen die anarchosyndikalistischen Gewerkschaften CGT (Confederación General del Trabajo) und CNT (Confederación Nacional del Trabajo) an.

Große Beteiligung am Generalstreik Weiterlesen

Spanien: Generalstreik und Kampf auf der Straße

Massive Proteste und Aktionen gegen weitere Kürzungen und “Liberalisierung” für 29. März 2012 zu erwarten

Wir dokumentieren einen Artikel der IWW Rostock:

[Hinweis: Die enthaltenen Meinungen, Einschätzungen etc. müssen nicht von der gesamten IWW geteilt werden.]

Am 29. März 2012 rufen in Spanien verschiedenste linksradikale Gruppen und Gewerkschaften anlässlich der neuen Arbeitsmarkt- und Sozialreform und fortwährenden Angriffen auf die lohnabhängige Klasse zum Generalstreik und zum “Kale Borroka” (baskisch für Straßenkampf) auf. Nachdem in Griechenland, von der EU diktiert, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die dort lebenden Lohnabhängigen und GenossInnen abgewälzt werden soll, zeichnet sich für die Menschen in Spanien ein ähnliches Schicksal ab. So wird von der EU und dem IWF Druck auf die konservative Regierung ausgeübt. Das Haushaltsdefizit soll auf Kosten der Mehrheit der spanischen Bürger gesenkt werden. “Gefordert, getan”, schon leitete die technokratisch agierende Regierung eine umfassende Arbeitsmarktreform ein, die am 30. März per Gesetz verabschiedet werden soll. Vergleichbar ist die Reform mit der “Agenda 2010″. Weiterlesen

Belgien: Wilder Streik legt Eisenbahnverkehr lahm

Arbeiter_innen reagieren auf neue Härten der neuen Regierung / Zugverkehr in NRW betroffen

Ursprünglich konzentrierte sich die belgische Gewerkschaftsbewegung mit ihrem Protest gegen Sparmaßnahmen und soziale Einschnitte gegen die arbeitende Bevölkerung auf den 31. Januar 2012. Doch als der Ministerpräsident plötzlich das Tempo seiner “Reformen” erhöhte und sie handstreichartig noch vor Weihnachten durchpeitschen wollte, kam es zu spontanen und entschlossenen Reaktionen.

Die Junge Welt schreibt am 22. Dezember 2012: >>Noch am Freitag will die belgische Regierung in für das Land ungewohnter Eile das neue Rentengesetz im Parlament abstimmen lassen. Es sieht eine allgemeine Erhöhung des Rentenalters auf 65 Jahre und eine drastische Kürzung der Rentenzahlungen vor. Der liberale Rentenminister Vincent van Quickenborne verkündete bereits vor zwei Wochen gegenüber Journalisten, »der Zug der Reformen« sei »unhaltbar in Schwung gekommen« und werde sich nicht mehr aufhalten lassen.< <

Am heutigen Donnerstag, 23. Dezember 2011 sollen auch die Angestellten des öffentlichen Dienstes in Streik treten. Der Bahnstreik, der vor allem in der französischsprachigen Wallonie den Schienenverkehr zum erliegen brachte, soll zumindest bis heute fortgesetzt werden.

Der Verkehrsstreik in Belgien hat, wie die WAZ berichtet, auch mehrere Verbindungen aus Nordrhein-Westfalen lahmgelegt. Bis Donnerstag fahren alle ICE-Züge, sowie der Thalys, nur bis Aachen.

Occupy Oakland: Aufruf zum Generalstreik am 2. November

Sagt NEIN zu Schulden und Sparmaßnahmen! Die Occupy-Bewegung erreicht in Kalifornien, USA einen neuen Höhepunkt.

Die Allgemeine Versammlung auf dem besetzten Oscar-Grant-Plaza im Stadtzentrum beschließt, Oakland zu befreien und den 1% der Besitzenden den Saft abzudrehen.  Am Abend des 26. Oktober 2011 stimmten – nach eigenen Zählungen der Protestierenden – 1.607 Menschen über einen Aufruf zum Generalstreik für den 2. November 2011 ab, der mit überwältigender Mehrheit ( 1484 Stimmen ) angenommen wurde. Ein anwesender Wobbly berichtet von einer überwältigenden Atmosphäre, großer Entschlossenheit und Enthusiasmus.

Polizei schießt Protestierer in Koma

Die Entscheidung zum Generalstreik wurde auch durch brutale Polizie-Übergriffe gegen OccupyOakland angeheizt, die sich in dieser Woche ereigneten. Der Protestierer Scott Olsen, ein Irak-Veteran der Marines, wurde von der Polizei am Abend des 25. Oktober 2011 durch eine aus kurzer Distanz abgefeuerte Tränengasgranate so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus ins künstliche Koma versetzt werden musste. Olsen könnte der erste Tote der Occupy-Bewegung werden. Seit Beginn der Occupy-Proteste sind zahlreiche Kriegs-Veteranen in der Bewegung aktiv, die nach ihrer Rückkehr entgegen aller patriotischen Reden meist auf der Verliererseite einer abrutschenden Gesellschaft stehen. (Siehe Bericht auf democracy now)

Hier die Resulution der OccupyOakland-Versammlung in deutscher Übersetzung:

Wir, die gemeinsamen Besetzer des Oscar-Grant-Platz, schlagen vor am Mittwoch, 2. November 2011 Oakland zu befreien und die 1% außer Dienst zu stellen.

Wir schlagen einen stadtweiten Generalstreik vor und laden alle Studenten und Schüler ein, dem Unterricht fern zu bleiben. Arbeiter, die nicht zur Arbeit gehen, Schüler die nicht in die Schule gehen, mögen sich in der Innenstadt von Oakland zusammen finden, um die Stadt zum Stillstand zu bringen.

Alle Banken und Firmen sollten an diesem Tag schließen oder wir werden gegen sie an marschieren. Weiterlesen