Branchenzuschlag für Leiharbeit in der Metallindustrie / Nur wenige Leiharbeiter_innen kommen in den Genuss der vollen Aufschläge / Equal Pay für Leiharbeit per Tarif unterlaufen / Eine kritische Auswertung

Illustration aus dem alchemistischen Buch "Della tramutatione metallica sogni tre" von Gio. Battista Nazari, 1571 oder früher.
[Hinweis: Der Beitrag enthält die Meinung eines IWW-Mitglieds. Sie muss nicht der Meinung der IWW entsprechen. Der Text ist als pdf verfügbar.]
Die Tarifrunde in der Metallindustrie ist vorbei, es gibt einen Abschluss für die festangestellten KollegInnen der Metall- und Elektroindustrie und einen zweiten für die dort beschäftigten LeiharbeiterInnen. Der von einigen traditionslinken Presseorganen herbeigeschriebene bevorstehende große Klassenkampf hat zum xten mal nicht stattgefunden.
Und ganz erstaunlich, alle sind zufrieden, die IG Metall, die Unternehmerverbände und nicht zuletzt die Bundesregierung, die durch die EU Richtlinie zur Leiharbeit einem gewissen Handlungsdruck ausgesetzt war und sich diesem mit den Tarifabschlüssen entziehen zu können glaubt.
Es lohnt sich also ein genauer Blick auf das Ergebnis der beiden Tarifvereinbarungen.
Für die Metallindustrie gab es einen Abschluss von 4,3 Prozent für 13 Monate, was einem Jahresergebnis von 3,9 Prozent entspricht. Immerhin kein Reallohnverlust, aber der Ertrag aus der Steigerung der Arbeitsproduktivität geht fast vollständig an die KapitalistInnen. Weiterlesen





