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Occupy Wall Street NYC: Mediennmogul Bloomberg greift an

Mr. Wall Street will besetzten Park säubern / Weltweite Proteste gegen drohende Eskalation der Polizeigewalt

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg leistet derzeit einen gewaltigen Beitrag, die weltweiten Proteste der Bewegung “Occupy Wall Street” weiter anzufeuern. Laut eines Berichts der britischen Zeitung Guardian, hat er einen brutalen Show-down angekündigt, der klingt als würde man sich an Stefan Mappus und der Räumung des Stuttgarter Schlossparks im vergangenen Jahr orientieren.

Bürgermeister Bloomberg will ab 7 Uhr morgens New Yorker Ortszeit den Zuccotti Park in Lower Manhattan / New York säubern lassen, angeblich um Bürgern und Bankern ihr Recht auf gewohntes Flanieren im Herzen der Finanzmetropole zu sichern. Die Protestbewegung richtet sich darauf ein, ihre Versamlungs- und Schlafstätte zu verteidigen und ruft zur globalen Solidarität.

Die Proteste der Occupy Wall Street Bewegung richten sich dabei zunehmend gegen den Politiker und Medienmogul Michael Bloomberg und sein Imperium.  Denn Michael Bloomberg weist in seiner Person eine einzigartige Verquickung von politischer, medialer und finanzieller Macht, Privatbesitz und Profit-Interessen auf.

Die New Yorker IWW ruft daher auf, am 15. Oktober 2011 vor Büros und Niederlassungen des Bloomberg-Konzerns zu demonstieren.

In Deutschland findet ihr hier eine Niederlassung von Bloomberg:

Bloomberg L. P.
Neue Mainzer Straße 75
60311 Frankfurt am Main

Telefon: (069) 920410 / Fax: (069) 1310473

Die amerikanischen GenossInnen bitten uns ferner, eine Online-Petition gegen die “Säuberung” des Zuccotti Park, Manhattan hier online zu unterzeichnen: Don’t Let Bloomberg Shut Down ‘Occupy Wall Street’ Außerdem könnt ihr Bürgermeister Bloomberg direkt eine Nachricht schicken. Weiterlesen

Schluss mit Lustig!

“The thieves are in their palaces, counting their loot. But now the people are hammering at the palace gates.” (Die Diebe in ihren Palästen zählen die Beute. Aber jetzt hämmert das Volk an die Türen der Paläste, ein Slogan der AktivistInnen in New York)

Wir befinden uns in der größten Krise seit dem Crash der Weltwirtschaft in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die aktuelle Krise wurde zwischenzeitlich immer wieder für beendet erklärt, als könne man so etwas verordnen. Je nach ideologischem Hintergrund wird uns erklärt, die Krise sei eine Krise der Finanzwirtschaft, eine Krise der Staaten oder eine des „Vertrauens“. In Wahrheit ist es eine Krise eines Gesellschaftssystems, dessen ökonomische Grundlage auf Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft beruht und dessen konsequentes Ignorieren jeglicher Vernunft zu ökologischen Katastrophen noch nie dagewesenen Ausmaßes führt! Eine Klassengesellschaft ist aber auch schon aufgrund des Klassenkonflikts immer krisenhaft gestaltet (auch wenn es oft nicht so aussieht oder aussah)!

Kapital und Politik haben die Kosten IHRER Krise auf uns abgewälzt. Beide wollen marode Banken und Firmen, ja ganze Staaten ret­ten, damit sie an der Macht bleiben und uns weiter aus­plün­­dern können. All die Billionen Euro, die für Rettungs- und Konjunkturprogramme ausgeben worden sind, sind kein Spielgeld. Wir und die Generationen nach uns sollen sie durch Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, neue Abgaben, mehr Steuern, Einsparungen und Sozialabbau bezahlen.

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